Übersetzung der DSGVO: leichter gesagt als getan

Übersetzung der DSGVO: leichter gesagt als getan

Übersetzung der DSGVO: leichter gesagt als getan
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Zahlreiche Unternehmen sind nicht nur national, sondern auch international tätig. In dieser Hinsicht gilt es, einige wichtige Faktoren zu beachten. So ist etwa die DSGVO (kurz für Datenschutzgrundverordnung) sehr ernst zu nehmen. Wer also deren Übersetzung ins Englische vornehmen möchte, muss in diesem Rahmen sehr vorsichtig sein. Der genaue Wortlaut kann nämlich mitunter überaus entscheidend sein.

Denn: Sind auf einer Website Rechtshinweise zum Schutz von personenbezogenen Daten enthalten, weisen diese eine Rechtsgültigkeit auf. Dasselbe gilt auch auf Hinweise, die mit einer E-Mail übertragen werden. Aus diesem Grund muss die Datenerhebung zwingend korrekt übersetzt und natürlich auch formuliert sein.

Deshalb ist die Übersetzung der DSGVO auf Englisch sinnvoll

Seit 2018 gilt die aktuelle Datenschutzgrundverordnung. Hierbei handelt es sich um eine gesetzliche Bestimmung, verabschiedet zum Schutz der personenbezogenen Daten von EU-Bürgern. Diese DSGVO betrifft Unternehmen jeder Art. Folglich müssen diese auf ihrer Homepage oder in E-Mails entsprechende Rechtshinweise liefern.

Ist die Website weltweit zugänglich, so ist es nötig, die Rechtshinweise der DSGO auch ins Englische zu übersetzen. Die verschiedenen Daten der EU-Bürger gelten schließlich als vertraulich. Es besteht zwar noch keine Verpflichtung zur Übersetzung ins Englische, dennoch ist die Verantwortung eines jeden Unternehmens groß. Verarbeitet dieses nämlich verschiedene Informationen von Nutzern, so sind auch deren Rechte zu wahren.

Diese Informationen sind bei der Übersetzung der Datenschutzerklärung wichtig

Die meisten Unternehmen tun gut daran, die Übersetzung der DSGVO ins Englische zu vorzunehmen. Englisch ist eine Weltsprache und wird von Menschen international verstanden. Somit ist eine gute Kommunikation mit Kunden, Personen und anderen Unternehmen in aller Welt gegeben. Dabei ist es wichtig, eine rechtlich abgesicherte Datenschutzerklärung in Übersetzung bereitzustellen. Professionelle juristische Übersetzungen sind hier wesentlich besser als eine maschinelle Übersetzung.

Dass eine maschinelle Übersetzung Nachteile mit sich bringt, liegt klar auf der Hand. Ein Computer oder ein System kann Fehler machen. Auch der Wortlaut und Satzbau kann mitunter zu wünschen übriglassen. Besser ist es einen Profi juristische Dokumente übersetzen zu lassen. Das gilt ebenso für Wirtschaftsübersetzungen. Somit können sich Unternehmen unterschiedlicher Art sicher sein, eine hochwertige Übersetzung der DSGVO und Co. zu erhalten.

Wichtig: Besucher von Websiten, die Cookies verwenden, sind unmissverständlich über den Umfang und Zweck der Verwendung in Kenntnis zu setzen. Dazu hat der Besucher zunächst seine Einwilligung abzugeben. Wenn er der Übersetzung nicht folgen kann, ist auch eine Zustimmung nicht möglich. Somit ist auch hier auf eine korrekte Übersetzung sehr viel Wert zu legen.

Übersetzung der DSGVO: leichter gesagt als getan
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Auch die AGB und Rechtshinweise gehören übersetzt!

Dies bezieht sich natürlich auch auf die Allgemeinen Geschäfts- und Nutzungsbedingungen. Wenn die Website für Anbieter und Partner weltweit zugänglich ist, müssen alle Daten übersetzt sein. Denn es sind vertrauliche Kundendaten zu verarbeiten. Für diese ist der Datenschutzbeauftragte als auch das Unternehmen verantwortlich. Somit sind auch die Rechtshinweise und AGB nicht außer Acht zu lassen. Ist dieser Part nicht vorhanden, haften Unternehmen in vollem Umfang bei Verstößen. Diese gilt auch im Hinblick auf Verarbeitungsprozesse.

Übersetzung der DSGVO: Diese terminlogischen Besonderheiten muss man beachten

Die Übersetzung verschiedener Texte ist eine Vertrauensangelegenheit. Sie kann somit nicht von Maschinen übernommen werden, sondern gehört in die Hände von Profis. Diese behandeln diese wichtige Übersetzung verantwortungsvoll. Dabei ist es maßgeblich, jeden Satz originalgetreu zu übersetzen. Dabei sind natürlich alle Besonderheiten der englischen Sprache zu beachten. Eine hervorragende Fachübersetzung ist folglich die beste Wahl für ein Unternehmen.

Auch wenn es bereits offizielle Terminologien gibt, so ist nichts dem Zufall zu überlassen. Die Kenntnis über spezielle Fachbegriffe und deren rechtlicher Zusammenhang in der DSGVO sind wichtig. Sie müssen unmissverständlich formuliert und für den Leser verständlich sein. Nur so lassen sich die Rechte aller Beteiligten wahren. Dieser Punkt gilt für Cookies, Anmeldeformulare, Newsletter-Anmeldungen und vieles mehr. Es ist auch daran zu denken, über wichtige Punkte zu informieren: So verlangt die Gesetzgebung, dass die Einwilligung der Nutzer freiwillig und ohne Zwang geschieht.

Dabei ist auf die Bedeutung der Übersetzung genau zu achten. Nicht selten gehen wichtige Hinweise durch eine nachlässige Datenschutz Übersetzung verloren. Unübersetzbare Wörter sind deshalb sinngemäß zu übertragen. Nur so lassen sich Unstimmigkeiten oder Missverständnisse umgehen. Der Experte stellt sicher, dass dies gewährleistet bleibt.

Die Übersetzung der DSGVO sollte unbedingt ein Experte vornehmen

Manchmal erscheint die maschinelle Übersetzung verlockend. Sie ersetzt aber in keinster Weise einen Experten. Die Übersetzung der DSGVO in die englische Sprache ist keine Angelegenheit, die auf die leichte Schulter zu nehmen ist. Um fachliche und rechtliche Sicherheit zu erlangen, ist somit eine Fachkraft zu beauftragen. Diese kennt sich mit der Übersetzung der DSGVO bestens aus. Demnach lassen sich ebenso Besonderheiten ideal umsetzen. So entsteht ein gut zu lesender Text, der für alle Menschen verständlich ist.

Natürlich stellt die professionelle Übersetzung eine gewisse Investition dar. Doch im Hinblick auf Strafen oder Betrugsfälle, ist diese Maßnahme positiv zu betrachten. Sie schützt die Reputation des Unternehmens. Auch die wirtschaftliche Lage kann sich mittels einer vortrefflichen Übersetzung der DSGVO deutlich verbessern. Somit lassen sich eindeutig mehrere Vorteile aus der Übersetzung eines Experten ziehen, was die Kosten relativiert.


DIN-Norm in der Übersicht: Das sind die Richtlinien für Übersetzungen

DIN-Norm in der Übersicht: Das sind die Richtlinien für Übersetzungen

DIN-Norm in der Übersicht: Das sind die Richtlinien für Übersetzungen
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Das erste Mal kommen wir in unserem Leben in der Schule mit der DIN-Norm in Berührung. Dort sollen wir Bücher und Hefte in DIN A3 oder A4 verwenden. Doch auch später treffen wir immer wieder auf DIN-Normen. Vor allem technische Berufe beschäftigen sich mit diesen Normen. Doch was genau ist eine DIN-Norm und wozu brauchen wir sie eigentlich?

Was bedeutet DIN-Norm?

Das Wort Norm ist vom lateinischen Wort norma abgeleitet. Das bedeutet übersetzt „Winkelmaß“ oder „die Regel“. Vor allem beim Herstellen diverser Produkte kommen DIN-Normen gern zum Einsatz. Sie stehen zumeist für eine spezielle Größe oder gewisse Standards. Somit können Normen verschiedene Dienstleistungen, Waren oder Prozesse umfassen. Möchten Kunden nun eine Arbeit von Unternehmen in Anspruch nehmen, nutzt dieses häufig Normen. Dabei gilt: Wer sich nach Normen richtet, muss die Maße zwingend einhalten.

Somit können Behörden laut Verordnungen auf Normen verweisen, wenn dies nötig ist. Das ist vor allem im Bereich der Sicherheit, Gesundheit sowie des Umweltschutzes maßgeblich.

Welche Normen gibt es eigentlich?

Es gibt inzwischen verschiedene DIN-Normen, die auf nationaler sowie internationaler Ebene zum Einsatz kommen. Damit die Normen in allen Ländern gleich ausfallen, bedienen sich die Behörden speziellen DIN-Bezeichnungen. So ist ein einheitliches System gegeben.

  • DIN (plus Nummer)

Bei der schlichten DIN-Norm kommt eine Nummer oder Zahl zum Einsatz, die eine kategorische Bedeutung hat. Diese DIN-Norm ist vor allem national von Interesse. Auch für internationale Dokumentationen kann diese Norm Verwendung finden.

  • DIN EN (plus Nummer)

Bei dieser Norm handelt es sich um die deutsche Variante der europäischen Norm. Alle Mitglieder der europäischen Normungsorganisation CEN/CENELEC nutzen dementsprechend dieselbe Bezeichnung.

  • DIN EN ISO (plus Nummer)

Wird diese Norm verwendet, handelt es sich um die deutsche Version einer europäischen Norm. Allerdings muss diese Norm mit der internationalen Variante identisch sein. Auch hier gilt die Prämisse, dass alle Mitglieder der europäischen Normungsorganisation CEN/CENELEC/ETSI die Norm gleichsam führen.

  • DIN ISO (plus Nummer)

In diesem Bereich kommt die Übernahme der ISO Norm als nationale Norm zum Zuge.

DIN-Norm in der Übersicht: Das sind die Richtlinien für Übersetzungen
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Die DIN-Norm ist wichtig für das Projekt- und Qualitätsmanagement bei Übersetzungen

Nahezu alle Bereiche unterliegen heutzutage Normen. Das betrifft nicht nur Lebensmittel oder Schreibmaterialien, sondern auch Zahnersatz. Selbst Gullydeckel oder Verbandskasten sind nach DIN-Normen gefertigt. Indes nutzen auch Übersetzungsbüros gesonderte DIN-Normen. Dabei haben sich die verschiedenen Arbeitsbereiche an gewisse Richtlinien zu halten. Das gilt nicht nur für den Arbeitsprozess selbst, sondern auch die Dokumentation.

Kurzum: Es gibt einige Regeln im Bereich des Projekt- und Qualitätsmanagements zu beachten.

Diese Regelungen sind nötig, um ein einheitliches Bild für Übersetzungen zu schaffen. So sind Aufträge nicht nur ausführlich zu übersetzen, sondern auch umfangreich zu korrigieren. Folglich sind zuverlässige Arbeitsabwicklungen zu erwarten. Auf Wunsch übersetzen viele Büros ebenso Angebote und Rechnungen auf Englisch.

Die DIN-Übersetzung sorgt für rechtliche Sicherheit

Soll ein Auftrag nach DIN-Norm erfolgen, so sind verschiedene Verläufe und Analysen einzubeziehen. Lassen sich Arbeitsschritte jedoch nicht durchführen, so ist der Auftraggeber sofort darüber in Kenntnis zu setzen. Gleiches gilt übrigens auch für das Einhalten von Terminen. Demnach lässt sich für beide Parteien eine gewisse Sicherheit schaffen.

Wichtig ist, im Vorfeld alle Kriterien abzuklären. Das gilt sowohl für beglaubigte Übersetzungen als auch Finanzübersetzungen und weitere Arbeitsaufträge. Soll ein Auftrag zum Beispiel nach DIN-Norm EN 15038 erfolgen, so kann sich der Auftraggeber einer klar strukturierten Arbeitsweise gewiss sein.

DIN-Norm in der Übersicht: Die Übersetzungsnorm ISO 17100 und DIN EN 159398:2006

Für Übersetzer ist die DIN-Norm ISO 17100 vorgesehen. Sie steht für beste Qualität und umfasst dabei die wesentlichen Merkmale zur Bearbeitung von Übersetzungen. Dabei ersetzt die DIN-Norm ISO 17100 seit 2015 die DIN-Norm DIN EN 15398:2006. Die neue DIN steht für Qualität und Kompetenz. Gleichzeitig garantiert sie ein hohes Maß an Sicherheit. Dafür kommen spezielle Tools sowie Software zum Einsatz. Damit beste Güte zu erwarten ist, müssen Übersetzer zudem qualifiziert sein. Eine gewisse Berufserfahrung ist gleichermaßen nötig. Die neue DIN überlässt somit nichts dem Zufall.

Um den Qualitätsstandard der DIN kontinuierlich zu verbessern, stehen regelmäßige Prüfungen an. Diese erfolgen durch die DEKRA. Das soll mitunter auch das Vertrauen aller Parteien stärken. Übersetzer und Auftraggeber erfahren folglich in gleichem Maße Sicherheit. Besonders bei Wirtschaftsübersetzungen kann sich dies stärkend auf Handelsbeziehungen auswirken.

Folglich stehen dann zum Beispiel erstklassige Dokumente für die Einbürgerung zur Verfügung. Auch das Bewerben im Ausland lässt sich mit übersetzten Papieren bester Güte gezielt unterstützen. Demnach steht einem Neustart im Ausland nichts mehr im Wege.

Die DIN-Normen im Vergleich

Die DIN-Norm EN 15038 hielt im Jahr 2006 in den Übersetzungsbüros Einzug. Diese Norm sollte vor allem die Qualität der Übersetzung gewährleisten. Aber auch verschiedene Prozesse nebst Qualifikation der Mitarbeitenden waren geregelt. Im Jahr 2016 löste die DIN ISO 17100 die EN-Norm ab. Wichtig sollten fortan die erstklassige Übersetzung sowie die Weiterbildung der Übersetzer sein.

Darüber hinaus gilt die DIN-Norm ISO 17100 bis heute weltweit. Somit können sich Kunden in allen Ländern auf fachliche Kompetenzen verlassen. Auch regelmäßige Schulungen der Übersetzer gehören zum Portfolio dazu. Diese Maßgabe spiegelt sich anschließend in den hochwertigen Arbeitsergebnissen wider.

DIN- und ISO-Norm – darum lohnt sich ein zertifiziertes Übersetzungsbüro

Zertifizierte Übersetzungsbüros arbeiten stets nach aktuellen Normen. Somit ist eine hohe Qualität der Übersetzungen garantiert. Neben geschulten Mitarbeitenden kommen zudem neueste Technologien zum Einsatz. Folglich ist ein gelungener Service gegeben, der erstklassige Übersetzungen ermöglicht.

Damit der gesamte Auftrag reibungslos verläuft, ist ein Vorgespräch wichtig. Bestehen Unstimmigkeiten, sind weitere Absprachen maßgeblich. Im Anschluss lässt sich eine hervorragende Auftragsbearbeitung ermöglichen. Ziel ist es, die Arbeit akkurat zu bearbeiten. Dabei steht die Zufriedenheit der Kunden immer an erster Stelle. Alle Prozesse erfolgen gewissenhaft, so dass kompetente Arbeit garantiert ist.

Es ist somit sinnvoll, sich immer für ein zertifiziertes Übersetzungsbüro zu entscheiden. Dieses hält sich an die ISO Normen und geht mit allen Daten vertrauensvoll um. Ebenso können sich Kunden auf eine korrekte Übersetzung im Hinblick auf Syntax und Grammatik verlassen. Auch die richtige Zeichensetzung nebst Formatierung gehört zur Bearbeitung dazu. Übersetzungen sind schließlich keine Fließbandarbeit, sondern stets eine Vertrauensangelegenheit.


Einbürgerung nach Deutschland: Welche Dokumente müssen übersetzt werden? Wir erklären alles Wichtige!

Einbürgerung nach Deutschland: Welche Dokumente müssen übersetzt werden?

Einbürgerung nach Deutschland: Welche Dokumente müssen übersetzt werden?
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Du denkst darüber nach dich einbürgern zu lassen? Dann bist du nicht allein: Viele Menschen, die nach Deutschland kommen denken irgendwann darüber nach. Ebenso diejenigen, die hier geboren sind, aber keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Es gibt viele gute Gründe, diese anzunehmen.

Du kannst mit der deutschen Staatsangehörigkeit beispielsweise aktiv an der Politik des Landes mitwirken. Beispielsweise, indem du wählen gehst oder selbst ein politisches Amt bekleidest. Des Weiteren profitierst du von der Freizügigkeit innerhalb der EU. Du darfst also ohne eine weitere Staatsangehörigkeit in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union leben und arbeiten.

Übrigens: Willst du dich im Ausland bewerben, haben wir für dich auch Tipps für dein Anschreiben auf Englisch.

Wie läuft die Einbürgerung nach Deutschland eigentlich ab?

Zuerst musst du einen schriftlichen Einbürgerungsantrag stellen. Das Antragsformular dazu erhältst du bei der Einbürgerungsbehörde.

Liegen alle Einbürgerungsvoraussetzungen bis auf die Aufgabe der bisherigen Staatsangehörigkeit vor, bekommst du eine befristete Einbürgerungszusicherung ausgehändigt. Mit dieser musst du dann die Entlassung aus der bisherigen Staatsangehörigkeit bei deinem Heimatstaat beantragen. Sobald du diese nachweisen kannst, händigt dir die Einbürgerungsbehörde die Einbürgerungsurkunde aus.

Diese Voraussetzungen für die Einbürgerung musst du erfüllen

Wenn du seit mindestens acht Jahren dauerhaft und rechtmäßig in Deutschland lebst, hast du einen Anspruch auf Einbürgerung. Und zwar unter folgenden Voraussetzungen:

  1. Du besitzt ein unbefristetes oder auf Dauer angelegtes Aufenthaltsrecht. Zum Beispiel Arbeitserlaubnis, Asyl oder Ähnliches.
  2. Du kannst deine Identität und Staatsangehörigkeit nachweisen, oder du kannst nachweisen, dass dir dein Heimatland keine Papiere ausstellt.
  3. Du bekennst dich zum deutschen Grundgesetz.
  4. Du bist bereit deine bisherige Staatsangehörigkeit aufzugeben oder hast sie ohnehin bereits verloren.
  5. Du kannst nachweisen, dass du gut Deutsch sprichst (mindestens Sprachniveau B 1).
  6. Du weißt über die Rechts- und Gesellschaftsordnung in Deutschland Bescheid (Nachweis über Einbürgerungstest oder deutschen Schulabschluss).
  7. Du kannst den Lebensunterhalt für dich und deine Angehörigen selbst bestreiten, bekommst also kein Arbeitslosengeld.
  8. Du hast nicht mehr als einen Ehepartner.
  9. Du wurdest nicht wegen einer Straftat verurteilt.

Erfüllst du diese Voraussetzungen steht einer Einbürgerung nichts im Weg. Erfüllst du nicht alle Voraussetzungen, ist es für dich dennoch möglich, eingebürgert zu werden, wenn du zum Beispiel:

  1. wegen einer betriebsbedingten Kündigung plötzlich deinen Job verloren hast.
  2. wegen der Kinderbetreuung oder Ausbildung nicht arbeiten kannst/konntest.

Dann kannst du die Einbürgerung auch mit Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II beantragen. Arbeitslosengeld I, Wohngeld, BAföG oder ähnliches sind übrigens generell kein Hindernis für die Einbürgerung.

So findest du die richtige Behörde für die Einbürgerung in Deutschland

Welche Behörde für deine Einbürgerung zuständig ist, erfährst du bei der Stadt- oder Kreisverwaltung deines Wohnortes. Alternativ können dir auch die Ausländerbehörde, die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer oder die Jugendmigrationsdienste weiterhelfen.

Einbürgerung nach Deutschland: Diese Dokumente musst du übersetzen lassen

Wenn du dich in Deutschland einbürgern lassen willst, benötigst du verschiedene Dokumente, die in deutscher Sprache vorliegen müssen. Dies sind:

  • Deine Geburtsurkunde
  • Deine Heiratsurkunde, falls du verheiratet bist
  • Dein Scheidungsurteil, falls du geschieden bist

Die Übersetzung dieser Dokumente muss durch einen vereidigten Übersetzer erfolgen, damit diese beglaubigt und damit gültig sind.

Die Einbürgerungszusicherung musst du wiederum in die Sprache deines Heimatlandes übersetzen lassen. Diese erhältst du, indem du das Beratungsgespräch zur Einbürgerung führst und den Einbürgerungsantrag unter Vorlage der notwendigen Dokumente stellst.

So kannst du gegenüber deinem Heimatstaat belegen, dass du berechtigt bist, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten. Dies ist meist notwendig, um die Entlassung aus der alten Staatsbürgerschaft bei der zuständigen Auslandsvertretung zu beantragen. Auch hier muss die Übersetzung je nach Land beglaubigt sein.

Eine kleine Checkliste mit Unterlagen, die du sonst noch brauchst

Du benötigst:

  • ein gültiges Ausweisdokument (Reisepass, Reiseausweis oder Ähnliches)
  • Nachweise zum Personenstand (ob du verheiratet bist)
  • Ein Foto (auch Lichtbild genannt)
  • Nachweise über Einkommen, Vermögen, Kranken- und Pflegeversicherung sowie über eine ausreichende Altersvorsorge

Die für dich zuständige Einbürgerungsbehörde kann gegebenenfalls weitere Unterlagen verlangen, darum ist es gut, wenn du dich frühzeitig beraten lässt.

Darum brauchst du beglaubigte Übersetzungen

Beglaubigte Übersetzungen sind notwendig, um zu belegen, dass du dir nicht selbst etwas ausgedacht hast. Und so zum Beispiel falsche Angaben zu deiner Herkunft machst. Am besten suchst du dir eine Fachperson für juristische Übersetzungenwie bei uns von Olingua!


Als Hostess in Ausland arbeiten - darauf musst du achten!

Hostess im Ausland: Darauf solltest du achten

Du möchtest als Hostess im Ausland arbeiten? Olingua unterstützt dich mit der professionellen Übersetzung deiner Bewerbung!
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Was macht eine Hostess eigentlich?

Eine Hostess ist dafür zuständig, eine Organisation oder ein Unternehmen bei Kongressen, Messen, Events oder einer Promotion zu vertreten. Der Fokus liegt darauf, die Besucher zu betreuen und die Agentur im besten Licht zu repräsentieren. Auch die organisatorische Unterstützung während des Events fällt in den Aufgabenbereich einer Hostess.

Welche Tätigkeiten übernimmt eine Hostess konkret?

Die konkreten Aufgaben für dich als Hostess im Ausland werden meist in Form eines Briefings festgelegt. Sie können je nach Agentur oder Unternehmen unterschiedlich ausfallen. Ein solches Briefing informiert dich über alles, was du dazu benötigst, um deinen Job möglichst gut zu machen. Zu den konkreten Aufgaben einer Hostess gehören in der Regel:

  • Betreuung des Info-Stands
  • Rezeption
  • Promotion und Verkaufsberatung
  • Kundengespräche
  • Produktpräsentationen

Die wichtigsten Aufgaben einer Hostess im Ausland

Als Hostess hast du zahlreiche Aufgaben. Die wichtigsten davon sind:

  • Vor der Veranstaltung: Bei der Organisation, dem Aufbau und der Vorbereitung der Räumlichkeiten unterstützen.
  • Während der Veranstaltung: Die Gäste empfangen und betreuen. Du weist ihnen den Weg, händigst Ihnen Programme und wichtige Informationen aus und beantwortest mögliche Fragen. Eventuell bist du auch für die Registrierung oder die Akkreditierung zuständig.
  • Nach der Veranstaltung: Du verabschiedest die Gäste und unterstützt bei den abschließenden Arbeiten.
Als Hostess auf einer Messe im Ausland zu arbeiten ist interessant und herausfordernd zugleich.
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Diese Stärken muss eine Hostess im Ausland mitbringen

Als Hostess im Ausland bist du dafür verantwortlich, ein Unternehmen zu repräsentieren oder Produkte und Dienstleistungen attraktiv zu machen. Das klappt nicht ohne die richtigen Sprach- und Kulturkenntnisse. Unabhängig davon, wo du als Hostess arbeiten möchtest, gilt also: Du musst die geforderte Sprache fließend und sicher sprechen. Sollten dich deine Reisen weiter wegführen ist es besonders wichtig, dass du dich auch in der Kultur des Landes auskennst. Andernfalls könnte es zu unangenehmen Situationen kommen – aufgrund der fehlenden interkulturellen Fertigkeiten.

Soft Skills sind das A und O

Damit du als Hostess im Ausland erfolgreich bist, benötigst du die richtigen Soft Skills. Dazu gehört ein extrovertiertes und charmantes Auftreten ebenso wie eine ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeit. Soziale Kompetenzen sind ebenfalls notwendig, damit du mit Besuchern und Gästen stets freundlich und höflich sprechen kannst. Auf diese Weise schaffst du, unabhängig von den Gegebenheiten, eine angenehme und positive Atmosphäre zum Wohlfühlen.

Das Erscheinungsbild ist als Hostess im Ausland besonders wichtig

Das Erscheinungsbild einer Hostess spielt stets eine große Rolle – das gilt auch, wenn du als Hostess im Ausland arbeitest. Die wesentlichen Anforderungen sind ein freundliches Gesicht, deine Körpergröße und vor allem ein angenehmes und gepflegtes Äußeres. Je nachdem, welche Locations du wählst, gehört dazu, dass du kein zu starkes Make-up trägst. Oder etwa keine Piercings und keine sichtbaren Tattoos hast.

Als Hostess im Ausland sollst du vor allem einen perfekten ersten Eindruck hinterlassen. Dazu gehört ebenfalls das passende Outfit: Es sollte zu dem jeweiligen Event passen und gegebenenfalls auf die Besonderheiten des Landes abgestimmt sein.

Hostess im Ausland – diese Punkte solltest du noch beachten

Hostess Jobs im Ausland sind begehrt: Dennoch ist es wichtig, dass du die wichtigsten Punkte beachtest, bevor dein Abenteuer beginnen kann. Denn als Hostess im Ausland zu arbeiten ist eine Herausforderung, die du nicht unterschätzen solltest.

  • Das Unternehmen: Bei der Wahl der Agentur solltest du darauf achten, dass du einen Arbeitgeber findest, der zu dir passt. Natürlich sollte dir die Branche zusagen sowie die anstehenden Aufgaben. Je weiter die deine Reise führt, desto wichtiger kann die Hilfe des Unternehmens sein: Hilft dir dein Arbeitgeber dabei, eine Unterkunft zu finden? Unterstützt dich die Firma bei der Beantragung des Visums und weiterer wichtiger Dokumente?
  • Versicherung: Auch wenn du nur temporär als Hostess im Ausland arbeitest, benötigst du eine Krankenversicherung. Den richtigen Versicherungsanbieter zu finden ist nicht immer einfach. Deshalb solltest du dich bereits einige Zeit vor Reisebeginn darum bemühen.
  • Gehalt und Steuern: Entscheidest du dich für einen Job als Hostess im Ausland, stellt sich die Frage, wie hoch deine Einnahmen sind. Stimmen sie mit deiner Vorstellung überein? Informiere dich zusätzlich darüber, wie du deinen Job als Hostess im Ausland in der Steuererklärung angeben musst.
  • Visum: Je nach Zielland kann die Beantragung des Visums ein wenig länger dauern. Das gilt vor allem dann, wenn die Botschaft nur einen Tag die Woche Visa vergibt. Informiere dich frühzeitig über die Bestimmungen des Landes, in dem du als Hostess im Ausland arbeiten möchtest.
  • Leidenschaft: Auch wenn der Job einfach und spannend aussieht – Als Hostess im Ausland zu arbeiten ist eine Herausforderung. Leidenschaft hilft dir dabei, nicht nur die passenden Hostess Jobs im Ausland zu finden. Sondern auch eventuelle Schwierigkeiten oder anstrengende Stunden durchzustehen.

Olingua hilft, deine Bewerbung als Hostess im Ausland zu übersetzen

Möchtest du als Hostess im Ausland arbeiten? Dann sollte deine Bewerbung perfekt zu der gewünschten Stelle passen – nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich. Wir helfen dir dabei, dein Bewerbungsschreiben und deinen Lebenslauf zu übersetzen. Mit einer professionellen Übersetzung und den richtigen Unterlagen steht deinem Weg zur Hostess im Ausland nichts mehr im Wege!


Juristische Dokumente übersetzen lassen - am besten mit den Profis von Olingua!

Verträge, AGB, Impressum & Co.: Juristische Dokumente richtig übersetzen lassen

Juristische Dokumente übersetzen lassen - am besten von den Profis von Olingua!
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Übersetzungen im juristischen Bereich

Juristische Dokumente übersetzen zu lassen gehört mit zu den anspruchsvollsten Aufgaben. Schließlich muss sich der Fachübersetzer mit der Landessprache und den Fachtermini auskennen, ebenso wie mit dem Rechtssystem des Ziellandes. Ausschließlich durch dieses Wissen kann er den rechtlichen Kontext richtig zuordnen und sicherstellen, dass er seine Gültigkeit bewahrt. Mit dem Übersetzen der Alltagssprache hat es also nichts zu tun, wenn du juristisch Dokumente übersetzen lässt.

Juristische Dokumente präzise übersetzen

Juristische Dokumente zu übersetzen bedeutet, dass die komplexen Rechtstexte die geltende Rechtsordnung widerspiegeln müssen. Nur wenn sie im Ausgangs- und Zielland dieselben Werte und Bedingungen vermitteln, war das juristische Übersetzen von Dokumenten erfolgreich. In manchen Fällen benötigst du außerdem eine Beglaubigung, die du bei den Behörden einreichst.

Verträge, Impressum, AGB oder Texte für die Rechtsabteilung übersetzen

Eine sinngemäße Übersetzung ist nicht ausreichend, wenn du juristische Dokumente übersetzen lassen möchtest. Vielmehr kommt es auf Präzision und Fachkenntnisse an. Das gilt nicht nur bei Verträgen oder wichtigen Schreiben: Auch deine AGB, dein Impressum und die Texte für deine Rechtsabteilung gilt es stets im richtigen Kontext wiederzugeben.

Herausforderungen bei juristischen Übersetzungen

Die größte Herausforderung beim juristische Dokumente Übersetzen liegt in dem abstrakten Stil, der mit komplexen Fachbegriffen gespickt ist. Erschwert wird die juristische Übersetzung durch das Rechtssystem im Zielland, das nicht unbedingt mit dem in Deutschland übereinstimmen muss. Natürlich sind auch die Korrektheit sowie eine fristgerechte Lieferung wichtige Aspekte, wenn du juristische Dokumente übersetzen lassen musst.

In diesen Fällen musst du juristische Dokumente übersetzen

Eine juristische Übersetzung ist immer dann notwendig, wenn du juristische Inhalte für andere Rechtsräume aufarbeiten möchtest. Ob es sich dabei um Verträge, AGB oder zivilrechtliche Prozessakten handelt, spielt für die Übersetzung keine Rolle. Sie alle benötigen ein umfangreiches Fachwissen sowie eine tiefgreifende Kenntnis des Rechtssystems im Zielland. Zu den häufigsten Bereichen, für die du juristische Dokumente übersetzen lassen musst, gehören:

  • Arbeitsrecht
  • Gesellschaftsrecht
  • Handelsrecht
  • Internationales Privatrecht
  • Markenrecht
  • Patentrecht
  • Urheberrecht
  • Wettbewerbsrecht
  • Wirtschaftsrecht

Sobald dein Unternehmen auf dem internationalen Markt vertreten ist, ist eine rechtssichere Übersetzung deiner Unterlagen unausweichlich. Sie bietet dir die notwendige Sicherheit, um jahrelange Rechtsstreits zu vermeiden und deine Lizenzvereinbarungen aufrecht zu erhalten. Oftmals tragen diese Dokumente dazu bei, Entscheidungen zu treffen. Deshalb ist es wichtig, dass du dich ebenso auf die juristischen Übersetzungen verlassen kannst wie deine Geschäftspartner.

Juristische Dokumente übersetzen lassen leicht gemacht mir Olingua!
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Der Unterschied zwischen einer beglaubigten und einer juristischen Übersetzung

Juristische Dokumente übersetzen zu lassen ist notwendig, damit du sie in der gewünschten Sprache zur Verfügung stellen kannst. Ein klassisches Beispiel dafür wären Verträge oder wichtige juristische Dokumente.

Eine beglaubigte Übersetzung benötigst du, wenn du sie beispielsweise einer Behörde oder einem Ministerium vorlegen musst. Sie erhält einen Stempel und eine Unterschrift des beeidigten Übersetzers. Aus diesem Grund muss sie stets in Papierform ausgestellt werden.

Lässt du juristische Dokumente übersetzen, sind sie ebenso wahrheitsgetreu und sind mit dem gleichen Aufwand übertragen. Sie erhalten jedoch keinen offiziellen Stempel und können sowohl in Papierform als auch digital ausgestellt sein.

Deshalb juristische Dokumente immer vom Profi übersetzen lassen

Juristische Dokumente übersetzen zu lassen ist nicht immer einfach. Sie müssen rechtssicher sein, damit sie dir weiterhelfen. Um deine Dokumente übersetzen zu lassen, benötigst du also einen Fachübersetzer, der sich mit dem Rechtssystem im Zielland auskennt. Kleine Übersetzungsfehler dürfen nicht vorkommen, wenn du juristische Dokumente übersetzen lässt. Denn diese können sich negativ auf deinen Ruf auswirken oder hohe Kosten mit sich bringen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Fachübersetzer nicht nur über ausgezeichnete Sprachkenntnisse verfügt. Er muss gleichzeitig mit dem Rechtssystem des jeweiligen Landes vertraut sein.

Vorteile der professionellen Übersetzung

Möchtest du juristische Dokumente übersetzen lassen? Dann solltest du sie in die Hände von Profis geben. Nur so profitierst du voll und ganz von den Vorzügen einer professionellen Übersetzung.

  • Das 4-Augen-Prinzip für einwandfreie Texte.
  • Eine große Menge an Sprachkombinationen.
  • Ein 3-fach ISO-zertifizierter Prozess.
  • Juristische Dokumente sind für die Beglaubigung qualifiziert.

Olingua ist dein Partner für die Übersetzung juristischer Dokumente

Sobald du juristische Dokumente übersetzen musst, steht Olingua dir zur Seite. Du profitierst von zahlreichen Stärken, die wir in deine juristische Übersetzung einfließen lassen:

  • Qualität: Die Fachkompetenz unserer juristischen Übersetzer ermöglicht es uns, qualitativ hochwertige juristische Dokumente zu übersetzen.
  • Schnelligkeit: Deine Anfrage oder deinen Auftrag reichst du bequem per E-Mail ein. Ein zusätzlicher Eilservice hilft dir in dringenden Fällen weiter.
  • Erfahrung: Die langjährige Erfahrung von Olingua ermöglicht es uns, deine Dokumente schnell und sachgerecht zu übersetzen.
  • Flexibilität: Wir passen uns an deine Bedürfnisse an und behalten den Liefertermin stets im Blick.
  • Vielfältigkeit: Wir verfügen über ein großes Netzwerk an Rechtsübersetzern die uns dabei unterstützten, dir die bestmögliche Übersetzungsleistung zu bieten.


Amerikanische Credit Units – Achtung! – Nicht gleich ECTS-Credits!

Amerikanische Credit Units – Achtung! – Nicht gleich ECTS-Credits!

Der Name verrät es bereits: Das European Credit Transfer System (ECTS) ist ein System, das lediglich in Europa greift. Für Studenten, die den Weg nach Übersee antreten, um an einer nordamerikanischen Hochschule oder Universität zu studieren, stellt sich daher die Frage, wie sie ihre Credit Units, die sie dort erzielen, ins europäische System umwandeln oder transferieren können. Denn selbstverständlich will niemand unter ansonsten gleichen Bedingungen einen Nachteil in der Wertigkeit seiner Leistungen verzeichnen müssen.

Eine kurze Erläuterung

Mit Credit Units werden die Leistungen von Studenten in Zahlen umgewandelt. Konkret heißt das, dass eine vorher festgelegte Zeit – in den USA drei Zeitstunden – einer Credit Unit entsprechen. Dies fundiert auf der Annahme der Entwickler des Systems, dass eine einstündige Vorlesung in etwa eine Stunde Vorbereitung und eine Stunde Nachbereitung erfordert.

In den USA gibt es zum einen Lehrveranstaltungen, die drei Credit Units entsprechen, zum anderen aber auch solche, für die es vier Credit Units gibt. Diese sind meistens naturwissenschaftliche Kurse oder Sprachkurse. Die Besonderheit dieser Kurse ist das zusätzliche Bestehen sogenannter Labs, also Lehrveranstaltungen, bei denen experimentell auf das bestehende Wissen aus den Vorlesungen aufgebaut werden kann.

Der Unterschied zum ECTS

Als Faustregel kann man festhalten, dass Studenten, die ihre in Nordamerika erlangten Credit Units in Einheiten gemäß dem ECTS umwandeln möchten, diese Anzahl verdoppeln müssen. Wenn also beispielsweise 15 Credit Units in den USA oder Kanada pro Semester erzielt werden (was dem Durchschnitt aller amerikanischer Studenten entspricht), so kann man mit einer Anrechnung von etwa 30 ECTS an einer deutschen Hochschule oder Universität rechnen.

In unserem letzten Blogartikel haben wir die zweigeteilte Möglichkeit des Studierens in Nordamerika erläutert: Das Quartals- und das Semestersystem. Auch hier gibt es Auswirkungen auf die Credit Units, denn diese haben in den verschiedenen Systemen eine unterschiedliche Gewichtung. So müssen Studenten im Quartalssystem im Laufe ihres Studiums 192 Credit Units erzielen, um dieses abschließen zu können, während es für Studenten im Semestersystem 128 Credit Units sind. Bedingt ist dies durch die Tatsache, dass zwei Semester a 15 möglichen Credit Units drei Quartalen a 10 Credit Units entsprechen. Nach einem Jahr des Studierens können in beiden Systemen also insgesamt jeweils 30 Credit Units erzielt werden.

 


Semester? Quartal? – Wie definiere ich mein Auslandsstudium?

Semester? Quartal? – Wie definiere ich mein Auslandsstudium?

Das Studium im Ausland kann verwirrend sein. Vor allem in Hinsicht auf die verschiedenen Begriffe, die die einzelnen Module definieren, sollten Sie in Anbetracht eines Vollzeit- oder Teilzeitstudiums im Ausland auf dem aktuellen Stand sein.

Das Problem dabei ist, dass vor allem in Nordamerika, also Kanada und den USA, eine eher uneindeutige Synonymität der Bezeichnungen Semester, Quarter und Term besteht. Lassen Sie uns ein bisschen Licht ins Dunkel bringen!

Das Semestersystem

An amerikanischen Universitäten hat sich das Semestersystem weitestgehend etabliert. In etwa 80% folgen diesem Modell, das sind über 4.000 Universitäten. Normalerweise wird ein Studienjahr in zwei Semester aufgeteilt, nämlich das Herbst- und Frühjahrssemester, die gleich lang sind und durch Weihnachts- sowie Sommerferien begrenzt werden. In vielen Fällen bestehen sogar noch Möglichkeiten zu Summer Terms, das sind weitere Kurse, die im Sommer stattfinden, also zwischen den beiden Semestern; meist im Zeitraum der Sommerferien.

Dabei sind die Universitäten in der Zeiteinteilung der Semester nicht an feste Vorgaben gebunden; im Prinzip kann jede Uni die Termine für Beginn und Ende des jeweiligen Semesters selbst festlegen. In der Regel dauert ein Semester 15 bis 17 Wochen. Als Alternative zu den Summer Terms nehmen viele Studenten auch die Möglichkeit zu Praktika oder Ferienjobs wahr.

Am besten eignet sich das Semestersystem für all diejenigen Studenten, die sich in längerfristigen Kursen besser zurechtfinden können und stoffspezifisch in die Tiefe gehen wollen, denn genau das bieten Semestermodule. Dafür wird dann allerdings meist auch die Fähigkeit für ein diszipliniertes Zeitmanagement gebraucht, denn beispielsweise liegen zwischen verschiedenen Prüfungen meist mehrere Wochen. Und auch die Vorlesungen müssen selbstständiger vor- und nachbereitet werden. Dafür ist es aber auch nicht gleich ein Weltuntergang, wenn man mal eine Vorlesung verpasst, denn durch die Länge des Semesters kann verpasster Stoff ohne allzu große Mühen wiederaufgearbeitet werden.

Das Quartal-System

Die restlichen 20% der amerikanischen und kanadischen Hochschulen und Universitäten bevorzugen das Quartalssystem gegenüber dem Semestersystem. Obwohl diese Ungleichheit vermuten lassen könnte, dass dies einen qualitativen Unterschied darstellt, ist der Grund dafür tatsächlich einfach nur historisch bedingt. Dafür spricht, dass einige der renommiertesten Universitäten der Welt, die in Nordamerika liegen, nach dem Quartalssystem vorgehen.

Das Quartalssystem unterteilt ein Studienjahr in zunächst drei Quartale – Herbst, Winter und Frühling. Vorteilhaft daran ist die Möglichkeit, zusätzlich im Sommerquartal, in dem eigentlich Ferien sind, weitere, zusätzliche Kurse zu belegen. Die Quartale sind dabei immer jeweils ca. 10 Wochen lang. Auch hier sind den Hochschulen und Unis keine Vorgaben gesetzt.

Ein deutlicher Vorteil des Quartalssystems gegenüber dem Semestersystem ist die Möglichkeit, durch die erhöhte Anzahl der Vorlesungen und Lehrveranstaltungen sehr viel mehr und vor allem sehr verschiedene Kurse belegen zu können. Ein deutlicher Nachteil besteht hingegen auch darin, dass der Unterrichtsstoff mit einer weitaus höheren Intensität und Schnelligkeit behandelt wird, was es in Hinsicht auf die regelmäßiger stattfindenden Prüfungen und verpasster Vorlesungen recht anspruchsvoll werden lässt, den ganzen Stoff in der knappen Zeit auch erlernen zu können.

BAföG spielt auch eine Rolle

Für all diejenigen, die sich noch entscheiden müssen, welches System für sie vorteilhafter ist, sollte noch angemerkt werden, dass auch dem BAföG keine unwichtige Bedeutung in diesem Zusammenhang zukommt. Dieses, auch als Auslands-BAföG bekannt, kann lediglich dann gezahlt werden, wenn mindestens ein Semester oder alternativ mindestens zwei Quartale im Ausland studiert wird.

Zu diesen und allen anderen wichtigen Punkten, die man im Rahmen eines Auslandsstudiums beachten sollte, stellen die jeweiligen Unis und Hochschulen allerdings auch auf ihren Webseiten ausreichend Informationen bereit; und auch die Botschaften der Zielländer hier in Deutschland erweisen sich in diesem Kontext als höchst informativ.


Auslandssemester? Wer soll das bezahlen?

Auslandssemester? Wer soll das bezahlen?

Für Studenten besteht im Rahmen so gut wie jeden Studiengangs die Möglichkeit, ein oder zwei Semester im Ausland zu verbringen. Allerdings stellt sich vielen Studenten dabei die essenziellste aller Fragen: Wie soll das bitte finanziert werden? Sie selbst haben in den meisten Fällen nicht genügend finanzielle Rücklagen, um mehrmonatige Auslandsaufenthalte im Rahmen eines Studiums bezahlen zu können. Hinzu kommt das Problem, dass man ja auch währenddessen nur schwer nebenher noch arbeiten kann, denn ein Großteil der Freizeit geht natürlich für das Erlernen der Studiumsschwerpunkte drauf.

Allerdings – glücklicherweise – wird niemand in einer solchen Situation allein gelassen. Im Gegenteil: Eigentlich ist für alle gesorgt. Es müssen nur ein paar Rahmenbedingungen stimmen.

Förderprogramme und Stipendien

Am leichtesten haben es natürlich diejenigen Studenten, die entweder eine natürliche Begabung für ihr Studienfach haben und das gesamte Studium sozusagen mit Links bewältigen, oder aber mit vollem Einsatz dafür brennen, am Ende die bestmöglichen Resultate zu erzielen und dafür in Kauf zu nehmen, mehrere Jahre neben Schlaf und Essen lediglich zu lernen.

Für diejenigen, die damit erfolgreich sind und sich ihr Einsatz auf den Zeugnissen widerspiegelt, stehen finanziell betrachtet alle Türen offen, denn in solchen Fällen lassen Stipendien nicht lange auf sich warten. Diese können beispielsweise von der heimischen Universität oder Hochschule vergeben werden, aber auch Unternehmen und private Stifter bieten diesbezüglich Möglichkeiten an. In den meisten Fällen wird das Geld der Stipendien von den Studenten für die Bezahlung der Studiengebühren sowie zur Deckung von Miete und Lebensunterhaltskosten verwendet.

Es gibt auch alternative Förderprogramme, für die man sich allerdings im Vorfeld bewerben muss. Das bekannteste und mit Abstand beliebteste ist das Erasmus-Programm.

BAföG

Eine andere Möglichkeit der Finanzierung eines Auslandsemesters bietet das sogenannte Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). In diesem Fall gibt es die Voraussetzungen, mindestens ein Semester im Ausland zu studieren, weit im Voraus eine erkennbare Planung parat und diese auch in Form eines offiziellen Antrags eingereicht zu haben, in der Regel spätestens sechs Monate vor Antritt der Reise. Erhöhte Chancen, für eine BAföG-Unterstützung in Betracht gezogen zu werden, bietet das Beherrschen der Sprache des Landes, in dem man das Auslandssemester absolvieren möchte.

Bildungskredite

Für den Fall, dass eine finanzielle Unterstützung durch das BAföG abgelehnt wird oder aus anderen Gründen nicht zustande kommen kann, gibt es allerdings auch noch die Möglichkeit eines Bildungskredites. Dieser muss der kreditgebenden Institution im Anschluss an das Studium in verzinsten Ratenzahlungen zurückerstattet werden.

Praktika und Nebenjobs

Natürlich kann nicht jeder Auslandsstudent durch diese Finanzierungsmöglichkeiten Unterstützung erwarten. Im Vergleich zur jährlichen Anzahl der Studenten, die im Ausland studieren, gibt es nicht genügend Geld, um für alle eine Finanzierung zu gewährleisten. Daher müssen diejenigen, die Pech bei oben genannten Ansätzen hatten, ihre Auslandssemesterpläne aber trotzdem nicht verwerfen wollen, wohl oder übel auf die altbewährten Finanzierungsmethoden zurückgreifen, sprich: Nebenjobs oder bezahlte Praktika. Nachteil daran ist natürlich, dass man dadurch freie Zeit einbüßt, die man eigentlich bräuchte, um für das Studium zu lernen.

 


Was genau ist eine Apostille? – Und wofür wird sie benötigt?

Was genau ist eine Apostille? – Und wofür wird sie benötigt?

Die Apostille, manchmal auch Haager Apostille genannt, ist eine Form der Beglaubigung im internationalen Urkundenverkehr. Sie findet im Rechtsverkehr zwischen solchen Staaten Verwendung, die Mitgliedsstaaten des Übereinkommens sind, das 1961 auf der Haager Konferenz für Internationales Privatrecht getroffen wurde.

Die Apostille wird dafür verwendet, die Echtheit der Unterschrift, die Unterzeichungsumstände und je nach Gegebenheit die Echtheit eines Stempels oder Siegels, was auf der Urkunde zu finden ist, zu bestätigen. Infolge der Einführung der Apostille im Jahr 1961 wurde der internationale Rechtsverkehr deutlich vereinfacht. Aus heutiger Sicht trägt sie wesentlich zur Globalisierung bei, da internationale Rechtswege sehr viel schneller und weniger bürokratisch gestaltet werden können.

Doch wie funktioniert das?

Hauptsächlich ist eine Apostille nur auf öffentlichen Urkunden zu finden. (Ob eine Urkunde als öffentlich bezeichnet wird, ist durch Artikel 1 des Haager Übereinkommens klar definiert. Dabei kommt allerdings immer das innerstaatliche Recht der jeweiligen Ausstellungsbehörde zur Anwendung.) Dargestellt wird die Apostille durch einen Stempel, der quadratisch und mindestens 9 Zentimeter breit bzw. lang sein muss. Die Sprache, in der die Apostille ausgefüllt ist, kann die Amtssprache der ausstellenden Behörde sein, allerdings kann sie auch beispielsweise auf Englisch oder Französisch verfasst sein. (Die Überschrift muss dabei zwingend auf Französisch formuliert sein.)

Mittlerweile wird eine App entwickelt, die die Administratorenregister führen und die Apostille also in elektronischer Form ausstellen kann. Resultat dessen wäre, dass man zukünftig zu jedem Zeitpunkt an egal welchem Ort auf der Welt überprüfen könnte, ob das Zustandekommen der Apostille seine Richtigkeit hat. Ausgestellt wird die Apostille lediglich von den jeweiligen staatlichen Stellen für Urkunden, die im Tätigkeitsbereich der öffentlichen Verwaltung Anwendung finden. Sind die Urkunden privater oder öffentlicher Natur, aber für den Rechtsprechungsprozess notariell oder gerichtlich beurkundet, so wird die Apostille ausschließlich von Gerichten hergestellt. Je nach Kontext können auch die jeweiligen Justizministerien dafür zuständig sein.

Eine Besonderheit stellt die Anwendung im Kontext der Bestimmungen dar. Nur wenn diese zu streng ausfallen, kommt die Apostille gemäß Artikel 8 des Haager Übereinkommens zur Anwendung. Bei leichteren Bestimmungen, vor allem bei einer Befreiung von Beglaubigungen jedweder Art, darf eine Apostille nicht für eine Verschlechterung der Bestimmungen führen.

Mitgliedsstaaten des Haager Übereinkommens

Zurzeit gibt es 117 Vertrags- und Mitgliedsstaaten des Haager Übereinkommens. Wenn ein neuer Staat im Begriff ist, dem Übereinkommen beizutreten, muss er dafür beim niederländischen Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten eine Beitrittsurkunde hinterlegen. Dies setzt die sogenannte Aufnahmeroutine in Gang, woraufhin der Beitritt rechtskräftig wird.

Da einige Staaten im Verdacht standen und teils noch stehen, ihre eigenen Bevölkerungen lediglich vor bürokratischen Nachteilen zu schützen, haben andere Mitgliedsstaaten Einspruch gegen den Beitritt dieser Staaten erhoben. Dabei stellt der folgende Prozess insofern eine weitere Besonderheit dar, dass lediglich das bilaterale Verhältnis zwischen den einsprechenden und den beeinspruchten Staaten nicht wirksam wird; auf die restlichen Mitgliedsstaaten hat dies keinen Einfluss, der Beitritt tritt dort vollständig in Kraft. Im Falle Deutschlands sind dort konkret Aserbaidschan, Burundi, die Dominikanische Republik, Indien, Kirgisistan, der Kosovo, Liberia, die Republik Moldau, die Mongolei, Paraguay, Tadschikistan, Tunesien und Usbekistan zu nennen. Im bilateralen Verhältnis zwischen Deutschland und diesen Ländern findet die Apostille aus dem Grund des von Deutschland erhobenen Einspruchs gegen den Beitritt dieser Länder keine Anwendung. Allerdings gibt es über 100 andere Staaten, gegenüber denen das Übereinkommen von deutscher Seite aus in Kraft getreten und wirksam ist.

Es gibt allerdings einen Sonderfall: Österreich hat lediglich gegen den Beitritt der Dominikanischen Republik, Kirgisistan, der Mongolei und Usbekistan Einspruch erhoben. Resultat dessen ist, dass deutschsprachige Urkunden, die im Kontext des Verhältnisses zu Staaten stehen, gegen deren Beitritt zum Übereinkommen Deutschland Einspruch erhoben hat, Österreich jedoch nicht, in Österreich beglaubigt und mit Apostille versehen werden können. Da es zwischen Deutschland und Österreich keinerlei derartige Einschränkungen gibt, sind diese jeweiligen in Österreich ausgestellten Urkunden auch in Deutschland uneingeschränkt wirksam und gültig.


Die Vielfalt der weltweiten Sprachen

Die Vielfalt der weltweiten Sprachen

Auf der Welt gibt es heute knapp 7.000 Sprachen. Immerhin lassen sie sich unterteilen in ca. 35 Sprachfamilien, was jedoch nichts an der Tatsache ändert, dass jede dieser Sprachfamilien durchschnittlich 200 eigene Sprachen beinhaltet, die obgleich ihrer gemeinsamen Zugehörigkeit trotzdem völlig unterschiedlich sein können. Hinzu kommt die Vielfalt von Dialekten innerhalb dieser einzelnen Sprachen, die je nach Land oder Region derart individuell sein können, dass es sogar vorkommen kann, dass zwei nur wenige Kilometer voneinander entfernte Ortschaften erhebliche Kommunikationsschwierigkeiten haben.

Es gibt als weitere Möglichkeit der Unterteilung sogenannte Sprachgruppen mit zwar völlig unterschiedlichen Ursprüngen, die jedoch durch Einflüsse aus den Sprachen der sogenannten Hochkulturen geprägt sind. So sind beispielsweise alle west- und südeuropäischen Sprachen vor 2.000 Jahren durch das Lateinische beeinflusst worden. Dazu gehören neben Deutsch unter anderem Englisch, Spanisch und Französisch. Eine Besonderheit stellt die italienische Sprache dar, da davon auszugehen ist, dass sie im Prinzip ein modernes Latein ist, sich also im Laufe der zwei Jahrtausende direkt aus dem Lateinischen her entwickelt hat.

Und auch die deutsche Sprache ist eine kleine Besonderheit in Europa, da Deutschland durch seine zentrale geographische Lage und seine jahrtausendelange Tendenz dazu, Kriege zu verlieren, schon immer eine Art Schmelztiegel für Kulturen und Sprachen aus aller Herren Länder war. So lassen sich im modernen Deutsch neben den Einflüssen aus dem Lateinischen beispielsweise auch Überbleibsel aus den alten germanischen Sprachen finden, außerdem fanden vor allem durch fremdsprachige Besatzungsmächte viele Sprichwörter und ähnliches ihren Weg in den Sprachgebrauch. Selbst slawische und nordische Sprachen weisen in kleinen Teilen Parallelen zum Deutschen auf. Und auch umgekehrt gibt es deutsche Einflüsse in anderen Sprachen: Das britische Königshaus beispielsweise stammt ursprünglich aus Ostdeutschland, und in den Sprachen der Balkanländer lassen sich ansatzweise noch Hinweise auf die österreichische Geschichte finden.

Des Weiteren muss man in der Sprachforschung berücksichtigen, dass es im Laufe der letzten 10.000 Jahren auch viele Völkerwanderungen gab; insbesondere für die Zeit von 4.000 bis 1.000 v.Chr. geht man davon aus, dass aus dem heutigen Südwestrussland in alle Himmelsrichtungen Völkerwanderungen stattfanden. Die Nachfahren dieser Sprachfamilie leben heute auf einem Gebiet von Spanien über Russland im Norden und die Türkei im Süden bis hin zum nördlichen Indien.

So könnte man also im Prinzip davon ausgehen, dass die weltweite Sprachentwicklung einen fließenden Prozess darstellt, und dass die Unterschiede zwischen den einzelnen Sprachen und Sprachgruppen durch die ständige Vermischung gar nicht so signifikant sein dürften. Nur muss man natürlich noch die Ursprünge der Sprachgruppen sowie die Hindernisse interkultureller Kommunikation der Menschheit im Laufe der Geschichte berücksichtigen. So ist die gesellschaftliche und politische Akzeptanz für fremde Kulturen eine relative Neuheit im Weltgeschehen. Seit jeher war es eine gängige Praxis von weiter entwickelten Nationen (meist aus Europa), in der Hoffnung auf Rohstoffe, Lebensraumerweiterung und kostenlose Arbeiter andere, weniger gut entwickelte Länder einfach zu überrennen, ihre Kulturen entweder zu zerstören oder komplett umzukrempeln und letztendlich die nativen Sprachen durch ihre eigene zu ersetzen. Unzählige Beispiele dafür finden sich in der Kolonialgeschichte Afrikas und Südamerikas.

Die zwei amerikanischen Kontinente an sich stellen auch eine Besonderheit in der Weltgeschichte dar. Ursprünglich von indigenen Völkern mit eigenen Sprachen besiedelt, wurden diese von den europäischen Besatzern fast vollständig vernichtet. In Nordamerika sind es die Indianer, die den Briten und Franzosen zum Opfer fielen; sie stellen heute eine winzige Minderheit dar, die nur noch in extra angelegten Reservaten lebt. In Südamerika wird fast ausschließlich Spanisch und Portugiesisch sowie zu einem kleinen Teil Französisch gesprochen; die dortigen indigenen Sprachen der Azteken und Inka sind für immer verloren.

Man geht davon aus, dass im Laufe der nächsten 100 Jahren, was eine vergleichsweise sehr kurze Zeitspanne in der Menschheitsgeschichte ausmacht, in etwa 50 Prozent der 7.000 heutigen Sprachen vollkommen aussterben werden. Bedingt ist dies unter anderem durch die Tatsache, dass viele dieser Sprachen international keinerlei Bedeutung haben und von Eltern nicht mehr unbedingt an ihre Kinder weitergegeben werden. Außerdem belaufen sich 80 Prozent der weltweiten Muttersprachler auf lediglich 50 verschiedene Sprachen; die restlichen knapp 6.800 Sprachen belaufen sich auf rund 20 Prozent der Menschheit.