Sprachprogramme – Die spannende Alternative zu Auslandssemestern

Sprachprogramme – Die spannende Alternative zu Auslandssemestern

Für viele Studenten sind Auslandssemester eine Möglichkeit, im Rahmen ihres Studiums auch andere Kulturen und anderssprachige Herangehensweisen an das Studienfach kennenzulernen. Doch nicht für alle Studenten ist ein Auslandssemester eine Option, teils auch aus finanziellen Gründen, denn bei weitem nicht alle Studenten bekommen ihre Zeit „abroad“ so ohne weiteres von außenstehenden Stellen finanziert. Meist sind langwierige Bewerbungsverfahren oder der Nachweis besonderer Leistungen dafür erforderlich.

Was könnte also als Alternative zu einem herkömmlichen Auslandssemester eine gute Option sein? Die Antwort: Sprachkurse!

Zwar bieten diese nicht die Möglichkeit, auch die Inhalte des Studienfaches in den Kursen abzuarbeiten, denn in so gut wie allen Fällen sind die Kurse sehr allgemein gehalten, jedoch sind sie als Möglichkeit, die Sprache des jeweiligen Landes besser kennenzulernen, nicht zu unterschätzen. Eher im Gegenteil: Für viele Teilnehmer erweisen sie sich vielmehr als recht lukrativ, was die Verbesserung des allgemeinen Wissenstandes angeht. Außerdem finden eine Vielzahl dieser Kurse auf Basis einer Vorbereitung zu einem Sprachtest statt, dem TOEFL (Test of English as a Foreign Language). Das Bestehen dessen dient vielen Studenten als Möglichkeit, in akademische Programme von ausländischen Universitäten aufgenommen zu werden.

Die ersten Eindrücke

Was sich für viele Studenten in der Zeit direkt nach ihrer Ankunft im Ausland als Vorteil erweist, ist der Eindruck, dass sich um ihr Wohlbefinden und die Korrektheit sämtlicher Abläufe und Voraussetzungen gekümmert wird. So ist beispielsweise lediglich das Vorlegen der Unterlagen an einer einzigen Stelle notwendig; diese werden dann so effizient wie möglich überprüft. Im Anschluss an ein persönliches Gespräch mit den Mitarbeitern des International Office (das es in so gut wie jeder englischsprachigen Universität gibt), in dem man unter anderem Auskunft über seine Motivation zum Auslandsaufenthalt angibt, müssen nur noch ein paar Formulare unterzeichnet werden und schon kann es losgehen.

Die erste Unterrichtswoche beinhaltet meist ein Orientierungsprogramm, das dabei helfen soll, den Campus auch geographisch kennenzulernen. Aber auch ein Einstufungstest im Rahmen des TOEFL wird absolviert, damit die Studenten gemäß ihres aktuellen Wissenstands in die verschiedenen Kurse eingeteilt werden können, denn natürlich gibt es verschiedene Sprachkurse für unterschiedlich fortgeschrittene Fremdsprachler. Zuletzt ist auch noch eine Möglichkeit gegeben, die Stadt und ihre Umgebung genauer kennenzulernen; dies geschieht meist durch Touren mit Guides.

Die Wohnsituation

Im Normalfall wohnt man zusammen mit allen anderen Studenten in den Wohnheimen der jeweiligen Universität. Der enorme Vorteil, der sich dadurch unter anderem ergibt, ist das Zusammentreffen von verschiedensten Kulturen aus der ganzen Welt. Diese Tatsache allein begünstigt bereits die Entwicklung einer besonderen Weltoffenheit und Toleranz gegenüber Fremdem, sollte diese nicht ohnehin schon gegeben sein.

Die nicht zu unterschätzende Wichtigkeit von Vorbereitungen

Selbstverständlich ist es, wie bei jedem längerfristigen Auslandsaufenthalt, enorm wichtig, sämtliche Dokumente und Unterlagen, die für die Genehmigungen aller Arten benötigt werden, schon vor der Abreise in Deutschland parat zu haben. Dazu gehören natürlich auch beglaubigte Übersetzungen gewisser offizieller Dokumente, denn nur in beglaubigt-übersetzter Form können diese bei den zuständigen Behörden vorgelegt und infolgedessen akzeptiert werden. Am besten informiert man sich diesbezüglich so gut wie nur irgendwie möglich bei den zuständigen Konsulaten, Botschaften oder einfach im Internet (wobei in letzterem Fall aber Vorsicht geboten sein sollte).

Allgemein lässt sich aber auch sagen, dass man eine elementare Offenheit gegenüber fremden Kulturen und eine gewisse Unternehmungsfreudigkeit mitbringen sollte. Denn glaubt man den Interviews und Aufzeichnungen, scheint ein Auslandsaufenthalt für viele, die lieber für sich bleiben und Neuartigem aus dem Weg gehen, keine sonderlich gewinnbringende Erfahrung gewesen zu sein.


Amerikanische Credit Units – Achtung! – Nicht gleich ECTS-Credits!

Amerikanische Credit Units – Achtung! – Nicht gleich ECTS-Credits!

Der Name verrät es bereits: Das European Credit Transfer System (ECTS) ist ein System, das lediglich in Europa greift. Für Studenten, die den Weg nach Übersee antreten, um an einer nordamerikanischen Hochschule oder Universität zu studieren, stellt sich daher die Frage, wie sie ihre Credit Units, die sie dort erzielen, ins europäische System umwandeln oder transferieren können. Denn selbstverständlich will niemand unter ansonsten gleichen Bedingungen einen Nachteil in der Wertigkeit seiner Leistungen verzeichnen müssen.

Eine kurze Erläuterung

Mit Credit Units werden die Leistungen von Studenten in Zahlen umgewandelt. Konkret heißt das, dass eine vorher festgelegte Zeit – in den USA drei Zeitstunden – einer Credit Unit entsprechen. Dies fundiert auf der Annahme der Entwickler des Systems, dass eine einstündige Vorlesung in etwa eine Stunde Vorbereitung und eine Stunde Nachbereitung erfordert.

In den USA gibt es zum einen Lehrveranstaltungen, die drei Credit Units entsprechen, zum anderen aber auch solche, für die es vier Credit Units gibt. Diese sind meistens naturwissenschaftliche Kurse oder Sprachkurse. Die Besonderheit dieser Kurse ist das zusätzliche Bestehen sogenannter Labs, also Lehrveranstaltungen, bei denen experimentell auf das bestehende Wissen aus den Vorlesungen aufgebaut werden kann.

Der Unterschied zum ECTS

Als Faustregel kann man festhalten, dass Studenten, die ihre in Nordamerika erlangten Credit Units in Einheiten gemäß dem ECTS umwandeln möchten, diese Anzahl verdoppeln müssen. Wenn also beispielsweise 15 Credit Units in den USA oder Kanada pro Semester erzielt werden (was dem Durchschnitt aller amerikanischer Studenten entspricht), so kann man mit einer Anrechnung von etwa 30 ECTS an einer deutschen Hochschule oder Universität rechnen.

In unserem letzten Blogartikel haben wir die zweigeteilte Möglichkeit des Studierens in Nordamerika erläutert: Das Quartals- und das Semestersystem. Auch hier gibt es Auswirkungen auf die Credit Units, denn diese haben in den verschiedenen Systemen eine unterschiedliche Gewichtung. So müssen Studenten im Quartalssystem im Laufe ihres Studiums 192 Credit Units erzielen, um dieses abschließen zu können, während es für Studenten im Semestersystem 128 Credit Units sind. Bedingt ist dies durch die Tatsache, dass zwei Semester a 15 möglichen Credit Units drei Quartalen a 10 Credit Units entsprechen. Nach einem Jahr des Studierens können in beiden Systemen also insgesamt jeweils 30 Credit Units erzielt werden.

 


Semester? Quartal? – Wie definiere ich mein Auslandsstudium?

Semester? Quartal? – Wie definiere ich mein Auslandsstudium?

Das Studium im Ausland kann verwirrend sein. Vor allem in Hinsicht auf die verschiedenen Begriffe, die die einzelnen Module definieren, sollten Sie in Anbetracht eines Vollzeit- oder Teilzeitstudiums im Ausland auf dem aktuellen Stand sein.

Das Problem dabei ist, dass vor allem in Nordamerika, also Kanada und den USA, eine eher uneindeutige Synonymität der Bezeichnungen Semester, Quarter und Term besteht. Lassen Sie uns ein bisschen Licht ins Dunkel bringen!

Das Semestersystem

An amerikanischen Universitäten hat sich das Semestersystem weitestgehend etabliert. In etwa 80% folgen diesem Modell, das sind über 4.000 Universitäten. Normalerweise wird ein Studienjahr in zwei Semester aufgeteilt, nämlich das Herbst- und Frühjahrssemester, die gleich lang sind und durch Weihnachts- sowie Sommerferien begrenzt werden. In vielen Fällen bestehen sogar noch Möglichkeiten zu Summer Terms, das sind weitere Kurse, die im Sommer stattfinden, also zwischen den beiden Semestern; meist im Zeitraum der Sommerferien.

Dabei sind die Universitäten in der Zeiteinteilung der Semester nicht an feste Vorgaben gebunden; im Prinzip kann jede Uni die Termine für Beginn und Ende des jeweiligen Semesters selbst festlegen. In der Regel dauert ein Semester 15 bis 17 Wochen. Als Alternative zu den Summer Terms nehmen viele Studenten auch die Möglichkeit zu Praktika oder Ferienjobs wahr.

Am besten eignet sich das Semestersystem für all diejenigen Studenten, die sich in längerfristigen Kursen besser zurechtfinden können und stoffspezifisch in die Tiefe gehen wollen, denn genau das bieten Semestermodule. Dafür wird dann allerdings meist auch die Fähigkeit für ein diszipliniertes Zeitmanagement gebraucht, denn beispielsweise liegen zwischen verschiedenen Prüfungen meist mehrere Wochen. Und auch die Vorlesungen müssen selbstständiger vor- und nachbereitet werden. Dafür ist es aber auch nicht gleich ein Weltuntergang, wenn man mal eine Vorlesung verpasst, denn durch die Länge des Semesters kann verpasster Stoff ohne allzu große Mühen wiederaufgearbeitet werden.

Das Quartal-System

Die restlichen 20% der amerikanischen und kanadischen Hochschulen und Universitäten bevorzugen das Quartalssystem gegenüber dem Semestersystem. Obwohl diese Ungleichheit vermuten lassen könnte, dass dies einen qualitativen Unterschied darstellt, ist der Grund dafür tatsächlich einfach nur historisch bedingt. Dafür spricht, dass einige der renommiertesten Universitäten der Welt, die in Nordamerika liegen, nach dem Quartalssystem vorgehen.

Das Quartalssystem unterteilt ein Studienjahr in zunächst drei Quartale – Herbst, Winter und Frühling. Vorteilhaft daran ist die Möglichkeit, zusätzlich im Sommerquartal, in dem eigentlich Ferien sind, weitere, zusätzliche Kurse zu belegen. Die Quartale sind dabei immer jeweils ca. 10 Wochen lang. Auch hier sind den Hochschulen und Unis keine Vorgaben gesetzt.

Ein deutlicher Vorteil des Quartalssystems gegenüber dem Semestersystem ist die Möglichkeit, durch die erhöhte Anzahl der Vorlesungen und Lehrveranstaltungen sehr viel mehr und vor allem sehr verschiedene Kurse belegen zu können. Ein deutlicher Nachteil besteht hingegen auch darin, dass der Unterrichtsstoff mit einer weitaus höheren Intensität und Schnelligkeit behandelt wird, was es in Hinsicht auf die regelmäßiger stattfindenden Prüfungen und verpasster Vorlesungen recht anspruchsvoll werden lässt, den ganzen Stoff in der knappen Zeit auch erlernen zu können.

BAföG spielt auch eine Rolle

Für all diejenigen, die sich noch entscheiden müssen, welches System für sie vorteilhafter ist, sollte noch angemerkt werden, dass auch dem BAföG keine unwichtige Bedeutung in diesem Zusammenhang zukommt. Dieses, auch als Auslands-BAföG bekannt, kann lediglich dann gezahlt werden, wenn mindestens ein Semester oder alternativ mindestens zwei Quartale im Ausland studiert wird.

Zu diesen und allen anderen wichtigen Punkten, die man im Rahmen eines Auslandsstudiums beachten sollte, stellen die jeweiligen Unis und Hochschulen allerdings auch auf ihren Webseiten ausreichend Informationen bereit; und auch die Botschaften der Zielländer hier in Deutschland erweisen sich in diesem Kontext als höchst informativ.


Auslandssemester? Wer soll das bezahlen?

Auslandssemester? Wer soll das bezahlen?

Für Studenten besteht im Rahmen so gut wie jeden Studiengangs die Möglichkeit, ein oder zwei Semester im Ausland zu verbringen. Allerdings stellt sich vielen Studenten dabei die essenziellste aller Fragen: Wie soll das bitte finanziert werden? Sie selbst haben in den meisten Fällen nicht genügend finanzielle Rücklagen, um mehrmonatige Auslandsaufenthalte im Rahmen eines Studiums bezahlen zu können. Hinzu kommt das Problem, dass man ja auch währenddessen nur schwer nebenher noch arbeiten kann, denn ein Großteil der Freizeit geht natürlich für das Erlernen der Studiumsschwerpunkte drauf.

Allerdings – glücklicherweise – wird niemand in einer solchen Situation allein gelassen. Im Gegenteil: Eigentlich ist für alle gesorgt. Es müssen nur ein paar Rahmenbedingungen stimmen.

Förderprogramme und Stipendien

Am leichtesten haben es natürlich diejenigen Studenten, die entweder eine natürliche Begabung für ihr Studienfach haben und das gesamte Studium sozusagen mit Links bewältigen, oder aber mit vollem Einsatz dafür brennen, am Ende die bestmöglichen Resultate zu erzielen und dafür in Kauf zu nehmen, mehrere Jahre neben Schlaf und Essen lediglich zu lernen.

Für diejenigen, die damit erfolgreich sind und sich ihr Einsatz auf den Zeugnissen widerspiegelt, stehen finanziell betrachtet alle Türen offen, denn in solchen Fällen lassen Stipendien nicht lange auf sich warten. Diese können beispielsweise von der heimischen Universität oder Hochschule vergeben werden, aber auch Unternehmen und private Stifter bieten diesbezüglich Möglichkeiten an. In den meisten Fällen wird das Geld der Stipendien von den Studenten für die Bezahlung der Studiengebühren sowie zur Deckung von Miete und Lebensunterhaltskosten verwendet.

Es gibt auch alternative Förderprogramme, für die man sich allerdings im Vorfeld bewerben muss. Das bekannteste und mit Abstand beliebteste ist das Erasmus-Programm.

BAföG

Eine andere Möglichkeit der Finanzierung eines Auslandsemesters bietet das sogenannte Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). In diesem Fall gibt es die Voraussetzungen, mindestens ein Semester im Ausland zu studieren, weit im Voraus eine erkennbare Planung parat und diese auch in Form eines offiziellen Antrags eingereicht zu haben, in der Regel spätestens sechs Monate vor Antritt der Reise. Erhöhte Chancen, für eine BAföG-Unterstützung in Betracht gezogen zu werden, bietet das Beherrschen der Sprache des Landes, in dem man das Auslandssemester absolvieren möchte.

Bildungskredite

Für den Fall, dass eine finanzielle Unterstützung durch das BAföG abgelehnt wird oder aus anderen Gründen nicht zustande kommen kann, gibt es allerdings auch noch die Möglichkeit eines Bildungskredites. Dieser muss der kreditgebenden Institution im Anschluss an das Studium in verzinsten Ratenzahlungen zurückerstattet werden.

Praktika und Nebenjobs

Natürlich kann nicht jeder Auslandsstudent durch diese Finanzierungsmöglichkeiten Unterstützung erwarten. Im Vergleich zur jährlichen Anzahl der Studenten, die im Ausland studieren, gibt es nicht genügend Geld, um für alle eine Finanzierung zu gewährleisten. Daher müssen diejenigen, die Pech bei oben genannten Ansätzen hatten, ihre Auslandssemesterpläne aber trotzdem nicht verwerfen wollen, wohl oder übel auf die altbewährten Finanzierungsmethoden zurückgreifen, sprich: Nebenjobs oder bezahlte Praktika. Nachteil daran ist natürlich, dass man dadurch freie Zeit einbüßt, die man eigentlich bräuchte, um für das Studium zu lernen.

 


Die Arbeit eines Übersetzers – anspruchsvoller als gedacht!

Die Arbeit eines Übersetzers – anspruchsvoller als gedacht!

 

Bildet man sich im Internet über das Berufsbild eines Übersetzers, so tauchen immer wieder spezielle Hinweise darauf auf, dass eine Übersetzung nicht immer gleich eine Übersetzung ist.

Das Problem bei Übersetzungen ist, dass es nicht immer möglich ist, gleichzeitig sowohl den Inhalt als auch die Sinnhaftigkeit des Ausgangstextes in die Zielsprache zu übertragen, da jede Sprache ihre eigenen Regeln hat und durch jahrhundertelange Entwicklungen individuell konzipiert ist. Daher treten in jeder Sprache zum Beispiel auch Mehrdeutigkeiten, sprachliche Bilder und sonstige sprachliche Eigenheiten auf, die nicht Eins zu Eins in die Zielsprache übersetzt werden können, ohne dabei die stilistische Besonderheit beizubehalten oder den „Witz“ derer übertragen zu können.

Daher muss ein Übersetzer zwangsläufig Prioritäten setzen, wo das Hauptaugenmerk der Übersetzung liegen sollte. In den meisten Fällen lässt sich dies aus dem allgemeinen Sprachfluss und dem Stil des Autors im Ausgangstext herleiten. Ist der Ausgangstext beispielsweise fachlicher Natur, so ist das Übertragen von sprachlichen Mitteln wie Metaphern o.ä. eher zweitrangig, da der Inhalt des Textes für das Verständnis wichtiger ist.

Die gängigsten Übersetzungstätigkeiten

Durch die unendliche Vielfalt von heutigen Texten haben sich im Laufe der Zeit immer mehr Unterkategorien in der Übersetzerbranche aufgetan.

Fachübersetzer arbeiten hauptsächlich an Texten aus Spezialgebieten. Dazu gehören beispielsweise Broschüren, Magazine, Informationstexte, wissenschaftliche Artikel oder Betriebsanleitungen. Der Vorteil eines fachspezifischen Übersetzers für ein bestimmtes Themengebiet liegt darin, dass er sich in kürzester Zeit eingehend und bestmöglich mit demjenigen Thema auseinandersetzen und damit vertraut machen kann.

Anders hingegen sieht es bei Literaturübersetzern aus. Da das Übersetzen von literarischen Texten auch als „Königsdisziplin“ bezeichnet wird, erfordert es nicht nur eine jahre- bis jahrzehntelange Expertise auf diesem Gebiet, sondern auch ein ganz besonderes Gefühl für sprachliche Feinheiten. Diese finden sich unter anderem auch zwischen den Zeilen, weshalb die Sensibilität des Übersetzers im Hinblick auf den Stil des Ausgangstextes von enormer Wichtigkeit ist. Die Schwierigkeit besteht hier zudem darin, dass literarische Texte mitunter sehr unterschiedliche Themengebiete bedienen, weshalb ein Literaturübersetzer zwangsläufig eine große Toleranz und immense Flexibilität gegenüber den verschiedensten Themengebieten aufweisen muss. Der größte Vorteil von Literaturübersetzern besteht in der Regel darin, dass man nur relativ wenig bis keine Konkurrenz hat, da es so unendlich viel Literatur gibt, dass neue Übersetzer händeringend gesucht werden.

Natürlich gibt es aber auch Übersetzungsmöglichkeiten und einen dahingehenden Bedarf in unkonventionellen Bereichen.

Weitere Übersetzertätigkeiten

Das Tätigkeitsfeld eines Softwarelokalisierers liegt darin, Computersprache zu übertragen. Damit sind unter anderem digitale Benutzeroberflächen wie Menüs oder Computerprogramme gemeint. Nehmen wir beispielsweise eine App, die die besten Fischrestaurants in der Umgebung lokalisieren und nach Bewertung sortieren kann, nur leider aus Indien stammt und deshalb in ihrer Originalversion in einer indischen Sprache verfasst ist. Softwarelokalisierer arbeiten daraufhin daran, die vielen kleinen Textbausteine in die vielen Zielsprachen derjenigen Länder zu übersetzen, deren Bevölkerung ein Interesse an der Benutzung der App aufzeigt.

Eine Besonderheit im Bereich der Übersetzertätigkeiten stellt die des Urkundenübersetzers dar. Diese müssen zusätzlich zu der Übersetzerausbildung, die jeder an offizieller Stelle tätige Übersetzer durchlaufen haben muss, vereidigt sein. Da Urkunden nämlich eine gesonderte Rolle in bürokratischen Abläufen darstellen, muss von staatlicher Seite um jeden Preis dafür gesorgt werden, dass Übersetzungen dieser Dokumente inhaltlich und sprachlich korrekt sind und keinen Raum für Zweideutigkeiten lassen. Aus diesem Grunde dürfen offizielle Dokumente jeglicher Art nicht von nicht-vereidigten Übersetzern übersetzt werden, auch wenn sie noch so gewissenhaft und korrekt arbeiten.

Weitere mögliche Tätigkeiten sind beispielsweise die des Untertitlers, der vor allem für Film und Fernsehen von enormer Wichtigkeit ist, da nicht-synchronisierte, fremdsprachige Filme oder Sendungen sonst natürlich von niemandem verstanden werden könnten, der nicht zufällig diejenige Ausgangssprache beherrscht.

Auch in diesem Bereich gibt es Besonderheiten, wie beispielsweise Konferenzübersetzer, die während der Veranstaltungen zum Beispiel Reden, Diskussionsbeiträge und ähnliches übersetzen, damit fremdsprachige Konferenzteilnehmer nach Beendigung der Konferenz eine schriftliche Übertragung des Gesprochenen in ihrer Muttersprache erhalten können.

Eine andere Besonderheit ist in diesem Zusammenhang der sogenannte Simultan-Stenograf, der dafür sorgt, dass während eines mündlichen Beitrages jedweder Form zeitgleich eine schriftliche Übersetzung des Gesagten zur Verfügung steht. Diese Tätigkeit ist prinzipiell mit der eines Simultan-Dolmetschers zu vergleichen, nur dass hier nicht mündlich, sondern schriftlich übersetzt wird.

 


Was genau ist eine Apostille? – Und wofür wird sie benötigt?

Was genau ist eine Apostille? – Und wofür wird sie benötigt?

Die Apostille, manchmal auch Haager Apostille genannt, ist eine Form der Beglaubigung im internationalen Urkundenverkehr. Sie findet im Rechtsverkehr zwischen solchen Staaten Verwendung, die Mitgliedsstaaten des Übereinkommens sind, das 1961 auf der Haager Konferenz für Internationales Privatrecht getroffen wurde.

Die Apostille wird dafür verwendet, die Echtheit der Unterschrift, die Unterzeichungsumstände und je nach Gegebenheit die Echtheit eines Stempels oder Siegels, was auf der Urkunde zu finden ist, zu bestätigen. Infolge der Einführung der Apostille im Jahr 1961 wurde der internationale Rechtsverkehr deutlich vereinfacht. Aus heutiger Sicht trägt sie wesentlich zur Globalisierung bei, da internationale Rechtswege sehr viel schneller und weniger bürokratisch gestaltet werden können.

Doch wie funktioniert das?

Hauptsächlich ist eine Apostille nur auf öffentlichen Urkunden zu finden. (Ob eine Urkunde als öffentlich bezeichnet wird, ist durch Artikel 1 des Haager Übereinkommens klar definiert. Dabei kommt allerdings immer das innerstaatliche Recht der jeweiligen Ausstellungsbehörde zur Anwendung.) Dargestellt wird die Apostille durch einen Stempel, der quadratisch und mindestens 9 Zentimeter breit bzw. lang sein muss. Die Sprache, in der die Apostille ausgefüllt ist, kann die Amtssprache der ausstellenden Behörde sein, allerdings kann sie auch beispielsweise auf Englisch oder Französisch verfasst sein. (Die Überschrift muss dabei zwingend auf Französisch formuliert sein.)

Mittlerweile wird eine App entwickelt, die die Administratorenregister führen und die Apostille also in elektronischer Form ausstellen kann. Resultat dessen wäre, dass man zukünftig zu jedem Zeitpunkt an egal welchem Ort auf der Welt überprüfen könnte, ob das Zustandekommen der Apostille seine Richtigkeit hat. Ausgestellt wird die Apostille lediglich von den jeweiligen staatlichen Stellen für Urkunden, die im Tätigkeitsbereich der öffentlichen Verwaltung Anwendung finden. Sind die Urkunden privater oder öffentlicher Natur, aber für den Rechtsprechungsprozess notariell oder gerichtlich beurkundet, so wird die Apostille ausschließlich von Gerichten hergestellt. Je nach Kontext können auch die jeweiligen Justizministerien dafür zuständig sein.

Eine Besonderheit stellt die Anwendung im Kontext der Bestimmungen dar. Nur wenn diese zu streng ausfallen, kommt die Apostille gemäß Artikel 8 des Haager Übereinkommens zur Anwendung. Bei leichteren Bestimmungen, vor allem bei einer Befreiung von Beglaubigungen jedweder Art, darf eine Apostille nicht für eine Verschlechterung der Bestimmungen führen.

Mitgliedsstaaten des Haager Übereinkommens

Zurzeit gibt es 117 Vertrags- und Mitgliedsstaaten des Haager Übereinkommens. Wenn ein neuer Staat im Begriff ist, dem Übereinkommen beizutreten, muss er dafür beim niederländischen Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten eine Beitrittsurkunde hinterlegen. Dies setzt die sogenannte Aufnahmeroutine in Gang, woraufhin der Beitritt rechtskräftig wird.

Da einige Staaten im Verdacht standen und teils noch stehen, ihre eigenen Bevölkerungen lediglich vor bürokratischen Nachteilen zu schützen, haben andere Mitgliedsstaaten Einspruch gegen den Beitritt dieser Staaten erhoben. Dabei stellt der folgende Prozess insofern eine weitere Besonderheit dar, dass lediglich das bilaterale Verhältnis zwischen den einsprechenden und den beeinspruchten Staaten nicht wirksam wird; auf die restlichen Mitgliedsstaaten hat dies keinen Einfluss, der Beitritt tritt dort vollständig in Kraft. Im Falle Deutschlands sind dort konkret Aserbaidschan, Burundi, die Dominikanische Republik, Indien, Kirgisistan, der Kosovo, Liberia, die Republik Moldau, die Mongolei, Paraguay, Tadschikistan, Tunesien und Usbekistan zu nennen. Im bilateralen Verhältnis zwischen Deutschland und diesen Ländern findet die Apostille aus dem Grund des von Deutschland erhobenen Einspruchs gegen den Beitritt dieser Länder keine Anwendung. Allerdings gibt es über 100 andere Staaten, gegenüber denen das Übereinkommen von deutscher Seite aus in Kraft getreten und wirksam ist.

Es gibt allerdings einen Sonderfall: Österreich hat lediglich gegen den Beitritt der Dominikanischen Republik, Kirgisistan, der Mongolei und Usbekistan Einspruch erhoben. Resultat dessen ist, dass deutschsprachige Urkunden, die im Kontext des Verhältnisses zu Staaten stehen, gegen deren Beitritt zum Übereinkommen Deutschland Einspruch erhoben hat, Österreich jedoch nicht, in Österreich beglaubigt und mit Apostille versehen werden können. Da es zwischen Deutschland und Österreich keinerlei derartige Einschränkungen gibt, sind diese jeweiligen in Österreich ausgestellten Urkunden auch in Deutschland uneingeschränkt wirksam und gültig.


Die Vielfalt der weltweiten Sprachen

Die Vielfalt der weltweiten Sprachen

Auf der Welt gibt es heute knapp 7.000 Sprachen. Immerhin lassen sie sich unterteilen in ca. 35 Sprachfamilien, was jedoch nichts an der Tatsache ändert, dass jede dieser Sprachfamilien durchschnittlich 200 eigene Sprachen beinhaltet, die obgleich ihrer gemeinsamen Zugehörigkeit trotzdem völlig unterschiedlich sein können. Hinzu kommt die Vielfalt von Dialekten innerhalb dieser einzelnen Sprachen, die je nach Land oder Region derart individuell sein können, dass es sogar vorkommen kann, dass zwei nur wenige Kilometer voneinander entfernte Ortschaften erhebliche Kommunikationsschwierigkeiten haben.

Es gibt als weitere Möglichkeit der Unterteilung sogenannte Sprachgruppen mit zwar völlig unterschiedlichen Ursprüngen, die jedoch durch Einflüsse aus den Sprachen der sogenannten Hochkulturen geprägt sind. So sind beispielsweise alle west- und südeuropäischen Sprachen vor 2.000 Jahren durch das Lateinische beeinflusst worden. Dazu gehören neben Deutsch unter anderem Englisch, Spanisch und Französisch. Eine Besonderheit stellt die italienische Sprache dar, da davon auszugehen ist, dass sie im Prinzip ein modernes Latein ist, sich also im Laufe der zwei Jahrtausende direkt aus dem Lateinischen her entwickelt hat.

Und auch die deutsche Sprache ist eine kleine Besonderheit in Europa, da Deutschland durch seine zentrale geographische Lage und seine jahrtausendelange Tendenz dazu, Kriege zu verlieren, schon immer eine Art Schmelztiegel für Kulturen und Sprachen aus aller Herren Länder war. So lassen sich im modernen Deutsch neben den Einflüssen aus dem Lateinischen beispielsweise auch Überbleibsel aus den alten germanischen Sprachen finden, außerdem fanden vor allem durch fremdsprachige Besatzungsmächte viele Sprichwörter und ähnliches ihren Weg in den Sprachgebrauch. Selbst slawische und nordische Sprachen weisen in kleinen Teilen Parallelen zum Deutschen auf. Und auch umgekehrt gibt es deutsche Einflüsse in anderen Sprachen: Das britische Königshaus beispielsweise stammt ursprünglich aus Ostdeutschland, und in den Sprachen der Balkanländer lassen sich ansatzweise noch Hinweise auf die österreichische Geschichte finden.

Des Weiteren muss man in der Sprachforschung berücksichtigen, dass es im Laufe der letzten 10.000 Jahren auch viele Völkerwanderungen gab; insbesondere für die Zeit von 4.000 bis 1.000 v.Chr. geht man davon aus, dass aus dem heutigen Südwestrussland in alle Himmelsrichtungen Völkerwanderungen stattfanden. Die Nachfahren dieser Sprachfamilie leben heute auf einem Gebiet von Spanien über Russland im Norden und die Türkei im Süden bis hin zum nördlichen Indien.

So könnte man also im Prinzip davon ausgehen, dass die weltweite Sprachentwicklung einen fließenden Prozess darstellt, und dass die Unterschiede zwischen den einzelnen Sprachen und Sprachgruppen durch die ständige Vermischung gar nicht so signifikant sein dürften. Nur muss man natürlich noch die Ursprünge der Sprachgruppen sowie die Hindernisse interkultureller Kommunikation der Menschheit im Laufe der Geschichte berücksichtigen. So ist die gesellschaftliche und politische Akzeptanz für fremde Kulturen eine relative Neuheit im Weltgeschehen. Seit jeher war es eine gängige Praxis von weiter entwickelten Nationen (meist aus Europa), in der Hoffnung auf Rohstoffe, Lebensraumerweiterung und kostenlose Arbeiter andere, weniger gut entwickelte Länder einfach zu überrennen, ihre Kulturen entweder zu zerstören oder komplett umzukrempeln und letztendlich die nativen Sprachen durch ihre eigene zu ersetzen. Unzählige Beispiele dafür finden sich in der Kolonialgeschichte Afrikas und Südamerikas.

Die zwei amerikanischen Kontinente an sich stellen auch eine Besonderheit in der Weltgeschichte dar. Ursprünglich von indigenen Völkern mit eigenen Sprachen besiedelt, wurden diese von den europäischen Besatzern fast vollständig vernichtet. In Nordamerika sind es die Indianer, die den Briten und Franzosen zum Opfer fielen; sie stellen heute eine winzige Minderheit dar, die nur noch in extra angelegten Reservaten lebt. In Südamerika wird fast ausschließlich Spanisch und Portugiesisch sowie zu einem kleinen Teil Französisch gesprochen; die dortigen indigenen Sprachen der Azteken und Inka sind für immer verloren.

Man geht davon aus, dass im Laufe der nächsten 100 Jahren, was eine vergleichsweise sehr kurze Zeitspanne in der Menschheitsgeschichte ausmacht, in etwa 50 Prozent der 7.000 heutigen Sprachen vollkommen aussterben werden. Bedingt ist dies unter anderem durch die Tatsache, dass viele dieser Sprachen international keinerlei Bedeutung haben und von Eltern nicht mehr unbedingt an ihre Kinder weitergegeben werden. Außerdem belaufen sich 80 Prozent der weltweiten Muttersprachler auf lediglich 50 verschiedene Sprachen; die restlichen knapp 6.800 Sprachen belaufen sich auf rund 20 Prozent der Menschheit.

 

 


Die Schwierigkeit des Übersetzens

Die Schwierigkeit des Übersetzens

Übersetzungen schriftlicher Dokumente gehören seit hunderten von Jahren zum Tagesgeschäft von Unternehmen, Ämtern und politischen Einrichtungen. Ohne fachgerechte Übersetzungen wäre die weltweite Wirtschaft in ihrer heutigen Form nicht möglich, und auch die politische Landschaft sähe gänzlich anders aus. Selbst unser häusliches Leben würde sich sehr von unserem heutigen Lebensstil unterscheiden. Als Beispiel: Alle nicht in Deutschland gefertigten Produkte würden lediglich über Bedienungsanleitungen oder Produktinformationen in der jeweiligen Sprache des Herstellungslandes verfügen, welche man für die Bedienung des Produktes dann zwangsläufig beherrschen müsste. Dies würde voraussetzen, dass jeder Mensch auf der Welt mindestens 50 Sprachen erlernen müsste, was natürlich nicht möglich ist.

Die Unterschiedlichkeit aller Sprachen

Es ist mitunter etwas überraschend, sich den Verlauf der weltweiten Sprachentwicklungen genauer anzusehen. So haben beispielsweise fast alle europäischen Sprachen ihren Ursprung im Südwesten Russlands, von wo aus vor ca. 6.000 Jahren große Völkerwanderungen aus starteten, deren sprachliche Nachwirkungen sich heute von Spanien bis China erstrecken. Im Umkehrschluss kann man also behaupten, dass zum Beispiel Pakistan und Frankreich denselben Sprachursprung haben, was angesichts der gewaltigen sprachlichen Unterschiede heutzutage wie eine weit hergeholte Behauptung klingt.

Ein großes Problem, dem sich unzählige Übersetzer tagtäglich ausgesetzt sehen, ist die Tatsache, dass jede Sprache auf der Welt unterschiedlich aufgebaut und konzipiert ist, und das in vielerlei Hinsicht. So kann unter anderem davon ausgegangen werden, dass jede Sprache mindestens eine Vokabel hat, die nicht wortwörtlich in eine andere Sprache übertragen werden kann. Und dies bezieht sich lediglich auf die Amtssprache; Dialekte stellen nochmal eine ganz andere Herausforderung dar.

Wo genau liegt das Problem?

Die Schwierigkeit, der sich Übersetzer weltweit daher stellen müssen, ist, das perfekte Gleichgewicht zu finden zwischen einer sinngemäßen Übersetzung und einer korrekten, wortwörtlichen Übersetzung. Nehmen wir mal ein konkretes Beispiel:

Der erste Satz aus Franz Kafkas Erzählung Die Verwandlung gilt als eine der am schwersten zu übersetzenden Textpassagen aller Zeiten. Der Einfachheit halber beziehen wir uns einmal nur auf die englische Übersetzung. Der Satz lautet wie folgt:

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt.“

Das größte Problem an diesem Satz stellt das Wort Ungeziefer dar. Englischsprachige Übersetzer haben sich dabei meist mit dem Wort insect begnügt. Leider ist dies nicht unbedingt korrekt. Im Mittelhochdeutschen wurde als Ungeziefer ein „unreines Tier, das nicht zum Verzehr geeignet ist“ bezeichnet. Unter diese Definition würde beispielsweise auch ein Schwan fallen, dessen Lebensweise dafür sorgt, dass sein Fleisch ungenießbar schmeckt und zu zäh für den Verzehr ist. Eine andere, häufig gebrauchte Übersetzung ist vermin. Dieses Wort allerdings bezeichnet im Englischen lediglich die Schädlinge. Nützlinge wie beispielsweise Bienen oder Spinnen können im Deutschen jedoch sehr wohl auch als Ungeziefer bezeichnet werden. Und ebenso die Begriffe cockroach (Kakerlake), beetle (Käfer) oder bug (Wanze) sind häufig zu findende Übersetzungsansätze.

Eine andere Schwierigkeit bringt das Wort ungeheuer als Beschreibung des Ungeziefers. Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, in welcher Bedeutung Kafka dieses Wort gebrauchte. Die Tendenz geht zu monstrous, aber auch horrible wird als mögliche Übersetzung akzeptiert. Dabei sind die Definitionen dieser beiden Wörter im Englischen nicht einmal synonym zueinander. Monstrous bezieht sich eher auf die Körpergröße, horrible eher auf das furchteinflößende Äußere, wobei dies natürlich auch bei monstrous zutreffen kann.

Lösungsansätze

Tatsächlich muss man an solchen Situationen nicht unbedingt verzweifeln. Bleiben wir beim Vergleich zwischen der englischen und deutschen Sprache, so lässt sich schnell feststellen, dass das Englische sehr viel kompakter und sparsamer konzipiert ist als das Deutsche. Die deutsche Sprache lebt durch ihre entwicklungsbedingt deutliche Korrektheit von vielen kleinen Füllwörtern wie noch, nur, doch, also, erst, so, eher, auch, sehr und unzähligen anderen, die bei einer Übersetzung nicht zwingend übersetzt werden müssen (was aber natürlich auch immer vom jeweiligen Kontext abhängt), ohne dass der Ausgangstext dadurch sinngemäß verändert würde. Umgekehrt lassen sich in einer Übersetzung vom Englischen ins Deutsche viele dieser Wörter einfügen, obwohl sie so nicht im englischen Original zu finden sind; sie sind dort eher zwischen den Zeilen zu finden.

Und im Notfall lassen sich nicht wörtlich oder sinngemäß zu übersetzende Passagen auch jederzeit durch beispielsweise Nebensätze oder Fußnoten umschreiben.

 

 

 


Diplom- und Masterurkunde – Fachgerechte Übersetzung wichtiger als gedacht!

Diplom- und Masterurkunde – Fachgerechte Übersetzung wichtiger als gedacht!

Verschiedene Studienabschlüsse

In Deutschland gibt es fünf verschiedene Studienabschlüsse: Bachelor, Master, Diplom, Magister und Staatsexamen. Für jeden dieser Abschlüsse gibt es eine bestimmte Art von Studiengang, den man absolvieren muss um zu den jeweiligen Prüfungen zugelassen zu werden.

Der Bachelor als Einstiegsstudium und der Master als Aufbaustudium haben im Laufe der letzten 20 Jahre nach und nach das Diplom abgelöst. Dieses wird allerdings an manchen Universitäten auch noch weiterhin verliehen, da es vor allem im Ingenieurswesen einen exzellenten Ruf genießt. Der Magister wird eher für Studenten in künstlerischen Bereichen sowie Lehramtsstudenten empfohlen, das Staatsexamen ist obligatorisch, um Jurist oder Arzt zu werden.

Der Weg ins Ausland oder zurück

Im Laufe der letzten Jahre ist es immer beliebter geworden (Tendenz weiterhin steigend), nach dem absolvierten Studium ins Ausland zu gehen um dort entweder weiter zu studieren oder auf Grundlage des erlangten Abschlusses einen Beruf zu ergreifen. Wird dies in Erwägung gezogen, so sind dafür eine Reihe an Vorbereitungen zu treffen, um auch sicherstellen zu können, dass die Bewerbung nicht aufgrund fehlender Notwendigkeiten abgelehnt wird.

Die Vorteile daran, im Ausland studiert und/oder gearbeitet zu haben, liegen vor allem in der Optik des Lebenslaufes. Vor allem bei herausragenden Leistungen ist ein Auslandsaufenthalt eine der besten Voraussetzungen für eine darauffolgende Bewerbung auf einen Beruf oder ein weiteres Studium.

Dies lässt sich allerdings nicht einfach so ohne Weiteres bewerkstelligen: Führungszeugnisse, Leistungsnachweise, Prüfungszeugnisse und akademische Abschlussurkunden werden in über 99 Prozent aller Fälle in der Ausgangssprache des jeweiligen Landes ausgestellt, selbst wenn beispielsweise der Studiengang in einer anderen Sprache abgelegt wurde.

Aus diesem Grund ist es nicht nur extrem wichtig, sondern teils auch obligatorisch, beglaubigte Übersetzungen der jeweiligen Dokumente zur Hand zu haben und bei Bewerbungen mit einzureichen.

Wieso die Beglaubigung?

Müsste eine normale Übersetzung nicht eigentlich schon ausreichen?

Teilweise schon, eigentlich aber eher nicht. Wenn man sich mit dem im Ausland erworbenen Abschluss auf einen neuen Job in Deutschland bewerben möchte, so bestehen nicht alle Arbeitgeber darauf, beglaubigte Übersetzungen vorgelegt zu bekommen. Und auch andersherum ist es nicht zwingend notwendig, den hierzulande erlangten akademischen Grad in Form einer beglaubigten Übersetzung vorlegen zu können, wenn man im Ausland arbeiten möchte. Allerdings ist dies auch immer vom jeweiligen Arbeitgeber und der Art der Tätigkeit abhängig.

Falls man allerdings ein Auslandssemester oder -studium absolvieren möchte, ist es zwingend notwendig, bei den zuständigen Einwanderungsbehörden übersetzte Dokumente in beglaubigter Form vorzulegen, da diese sonst Gefahr laufen, nicht anerkannt zu werden.

Die Besonderheit von Diplom- und Masterurkunden

Da sowohl das Diplom als auch der Master akademische Grade darstellen, die einen höheren Abschluss belegen, nehmen sie eine besondere Stellung unter den Urkunden ein. Die Beglaubigung der jeweiligen Übersetzung ist zunächst dafür gedacht, einen Beleg dafür zu haben, dass man im Ausland auf den Abschluss durch ein weiterführendes Studium aufbauen darf.

Und auch umgekehrt müssen die dafür zuständigen Behörden und Universitätsabteilungen in Deutschland einen sicheren Nachweis dafür haben, dass der im Ausland erlangte Abschluss den hiesigen Voraussetzungen für ein Aufbaustudium entspricht. Essenziell dabei ist hier der Status einer Urkunde, den ein Abschlusszeugnis automatisch hat.

Der Vorteil, den beglaubigte Übersetzungen dieser Urkunden bringen, liegt darin, dass der Auftraggeber sicher sein kann, dass alle Bestandteile der Urkunde inhaltlich sachgemäß übersetzt und layouttechnisch beibehalten werden. Dies ist aufgrund der Tatsache, dass Urkunden unter einem gesonderten gesetzlichen Schutz stehen, eine obligatorische Notwendigkeit.

Einen weiteren Status beglaubigter Übersetzungen bringen gerichtliche Umstände. Sollte es zu Unstimmigkeiten in der Abschlussanerkennung kommen, so ist eine nicht-beglaubigte Übersetzung offizieller Urkunden vor Gericht ein Manko. Die Beglaubigung bescheinigt dem Urkundeninhaber nämlich, dass Diplom oder Master den Voraussetzungen entsprechen, die benötigt werden, um mit diesen Abschlüssen ein weiteres, darauf aufbauendes Studium in Angriff nehmen zu können.

 


Die Abstammungsurkunde – Dafür wird sie benötigt

Die Abstammungsurkunde – Dafür wird sie benötigt

Es gibt mehrere Situationen, in denen eine Übersetzung und deren Beglaubigung Ihrer Abstammungs- oder Geburtsurkunde vorliegen sollten. Beispielsweise bei einer anstehenden Hochzeit im Ausland oder einem permanenten Umzug mit Arbeitsplatzwechsel in ein Nicht-EU-Land wird die beglaubigt übersetzte Urkunde für Ihren Visumsantrag benötigt. Doch es gibt noch zahlreiche weitere Situationen.

Das wichtigste was Sie dabei beachten sollten, ist darauf zu achten, dass die Übersetzer im jeweiligen Fach spezialisiert sind, im besten Fall sogar Muttersprachler. Somit vermeiden Sie Fehler oder Auslassungen in der Übersetzung. Sind die Übersetzer zudem gerichtlich ermächtigt, kann die Übersetzung der Urkunde auch amtlich beglaubigt werden. Dadurch würde gewährleistet, dass die Übersetzung auch für behördliche Vorgänge anerkannt wird.

 

Was müssen Sie über Abstammungs- bzw. Geburtsurkunden wissen?

Beide Dokumente sind allgemein betrachtet Urkunden, die die Geburt eines Kindes bestätigen. Ausgestellt werden sie in der Regel vom dafür zuständigen Standesamt, wobei entweder die Eltern oder alternativ das jeweilige Geburtskrankenhaus mit einer Frist von einer Woche dafür zuständig sind, die Geburt beim Standesamt zu melden.

Neben Vor- und Nachnamen des Neugeborenen, seinem Geschlecht, sowie Ort und Datum der Geburt müssen in den Dokumenten außerdem die Vor- und Nachnamen der Eltern und deren Wohnort stehen.

 

Wo liegt der Unterschied zwischen Abstammungs- und Geburtsurkunde?

Tatsächlich fallen die Unterschiede zwischen beiden Dokumenten relativ gering aus. Der entscheidendste ist die Tatsache, dass in der Abstammungsurkunde auch alle Informationen angegeben sind, die sich im Bezug auf die Geburtsumstände seit der Geburt verändert haben. Dazu gehören beispielsweise Namensänderungen oder Adoptionsumstände. In letzterem Fall sind übrigens sowohl die leiblichen als auch die Adoptiveltern aufgeführt, bei der Geburtsurkunde lediglich die letzteren.

Bis zum 31.12.2008 musste die Abstammungsurkunde auch bei Hochzeiten vorgelegt werden. Man wollte so verhindern, dass versehentlich Hochzeiten zwischen blutsverwandten Menschen stattfanden. Durch das Personenstandrechtsreformgesetz, das seit dem 01.01.2009 gilt, wurde die Neuausstellung von Abstammungsurkunden jedoch abgeschafft. Seitdem werden lediglich Geburtsurkunden ausgestellt, die vor Hochzeiten in Kombination mit einer Kopie des Geburtseintrags vorgelegt werden müssen.

 

Wie kann die Geburtsurkunde beantragt werden?

Generell sollte um jeden Preis vermieden werden, dass die Urkunde abhandenkommt, da sie für unterschiedliche Anlässe benötigt wird. Sollte dies jedoch trotzdem vorkommen, kann sie aber auch gegen Gebühr beim Standesamt in Ihrem Geburtsort beantragt werden. Der Antrag kann entweder persönlich oder – je nach Möglichkeit – auch telefonisch und sogar online gestellt werden. In der Regel tun Sie dies selber, aber auch Ehepartner oder nahe Verwandte können dies übernehmen.

 

Wann wird eine beglaubigte Übersetzung der Urkunde benötigt?

Wie bereits eingangs erwähnt, gibt es zahlreiche Umstände, unter denen eine beglaubigte Übersetzung der Abstammungs- oder Geburtsurkunde vorgelegt werden muss. Bei einem internationalem Wohnortswechsel trifft dies nicht nur auf deutsche Auswanderer ins Ausland zu, sondern auch auf ausländische Einwanderer.

Andere Gründe sind beispielsweise eine Hochzeit, eine Namensänderung, die Beantragung eines Personalausweises oder von Sozialleistungen, oder falls eine Anmeldung beim Einwohnermeldeamt erfolgen soll. Aber auch in Sterbefällen, Sorgerechtsfragen oder falls eine Vater- bzw. Mutterschaftsanerkennung beantragt wird, wird eine beglaubigte Übersetzung benötigt. All dies setzt natürlich einen ausländischen Wohnort voraus.

 

Wie und wo können beglaubigte Übersetzungen beantragt werden?

Für den Fall, dass Sie eine beglaubigte Übersetzung für offizielle Anlässe brauchen, ist es ratsam, ein Übersetzungsbüro damit zu beauftragen. Wir von Olingua bieten Ihnen dabei einen unkomplizierten und kostengünstigen Prozessablauf, da unser Team ausschließlich aus professionellen Übersetzern besteht, die zudem auch dazu berechtigt sind, Beglaubigungen auszustellen. Für den Erfolg Ihrer Planungen ist es nämlich wichtig, um nicht zu sagen unerlässlich, dass die Übersetzungen Ihrer Dokumente professionell und fehlerfrei durchgeführt werden. Dies vermeidet auch die Ablehnung der Dokumente bei behördlichen Stellen.

Der Vorteil, den wir Ihnen dabei auch bieten können, ist die Möglichkeit, Übersetzungen sowohl von jeder Ausgangssprache weltweit ins Deutsche anbieten zu können, als auch umgekehrt. Somit können Sie sich entspannt zurücklehnen in dem Wissen, dass Profis sich um Ihre Belange kümmern und Sie kein unnötiges Kostenrisiko eingehen.